Dunkle Geheimnisse (16): Auszug 2

PicsArt_11-01-11.25.39Ich möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

*

*

Benny ritt durch den Wald.

Es tat ihm wirklich gut zurück zu sein. Er hatte sich eigentlich wieder weitgehend auf Green Valley eingelebt.

Er ritt so ziemlich jeden Tag mit seinem Quarter Horse Hengst Boyly Chance aus, mit dem er auch das Barrel Race Training aufgenommen hatte und sich erst neulich nach den aktuellen Turnieren umgesehen hatte. Die vermisste er nämlich wahnsinnig.

Es war heute ein wunderschöner Tag und so nutzte er seine Pause, indem er seinen Hengst gesattelt hat und die warmen Sonnenstrahlen genoss.

Boyly Chance ging es mittlerweile auch besser, was Benny beruhigte. Das Training und die Zweisamkeit mit ihm halfen dem Tier sichtlich.

Wenn er daran dachte, dass er bis heute Abend das kleine Ferienhaus geräumt haben musste, in denen er die letzten Wochen gewohnt hatte, und bei Robin vorübergehend einziehen musste, wurde ihm ganz anders.

Nicht wirklich gegen Robin, aber der knapp neunzehn Jahre alte Knacker hatte Bennys Sympathie für ihn angekratzt, seit er ihm gesagt hat, dass zwischen Robin und Laura anscheinend was lief. War es Eifersucht? – Gut möglich. Wollte er das aber zugeben? – Auf keinen Fall!

Er hatte sich zurückgehalten, wollte nicht aufdringlich erscheinen und auch Laura machte keinen weiteren Schritte auf ihn zu, wenn er sich auch eingestehen musste, dass das Mädchen auch nicht wirklich viel anders mit Robin umsprang.

So langsam zweifelte er ein wenig an Robins Aussage und glaubte immer mehr daran, dass er Laura selbst mal darauf ansprechen sollte. Fragen durfte man ja.

Benny nahm seinen Cowboyhut ab, den er so ziemlich den ganzen Tag draußen bei der Hofarbeit trug und fuhr sich durch die klammen Haare. Die Sonne besaß schon enorm viel Kraft, wie er nun merkte.

Der junge Mann setzte seinen Hut wieder auf, hielt seinen braunen Hengst an und knöpfte sich sein kariertes Baumwollhemd auf, worunter er noch ein weißes T-Shirt trug, das ihm bei diesen Temperaturen definitiv genügte. Sein Hemd wickelte er um den Sattelknauf und trieb sein Pferd wieder an.

Super, Rush“, hörte er plötzlich eine Stimme, die ihm mehr als vertraut war.

Benny stoppte und horchte.

Schnauben. Aufwirbelnde Blätter oder Laub. Und die Stimme seiner Schwester, die er deutlich hier im Wald vernahm.

Behutsam näherte er sich dem Geräusch, wollte Bianka nicht erschrecken, aber wissen, was sie tat.

Er schritt gemächlich über einen sanften Hügel und hielt schmunzelnd Boyly an, lehnte sich interessiert zuschauend nach vorn, mit dem Oberarm auf den Sattelknauf und sah seiner Schwester bei dem zu, was sie machte.

Es war nicht schwer zu erraten – für Benny schon gar nicht. Und nach einigen Galoppsprüngen war klar, dass er mit seiner Vermutung Recht behielt.

Das war klasse, Rush. Du bist einfach die Beste.“

Benny schüttelte amüsiert den Kopf und fuhr seinem Braunen über den Hals. „Das meint sie nur, weil wir beide nicht in der Nähe sind“, wisperte er seinem tierischen Freund zu ohne dass seine Schwester ihn bemerkte.

Bianka beendete die Runde, schritt gemächlich wieder zurück an ihren imaginären Start und lobte ihre Appaloosastute ausgiebig.

Na komm, Junge“, meinte Benny leise und brachte Boyly in Bewegung, trabte den kleinen Hügel hinunter auf seine Schwester zu, die ihn noch immer nicht kommen sah.

Wirklich schade um dein Talent“, machte er sich bemerkbar.

Bianka wirbelte im Sattel herum, erschreckte sich mehr davor, dass ihr Bruder sie beim Barrel Race Training erwischt hatte, als sie sich freute ihm hier zu begegnen.

Sie strich sich eine der aus ihrem Zopf gelösten Strähnen hinters Ohr, um Zeit zu gewinnen. „Was genau meinst du?“

Er kam vor seiner Schwester zum Stehen. „Das weißt du genau.“ Benny deutete auf die Fläche, die sie vorher noch als provisorischen Parcours genutzt hatte.

Ja. Das“, meinte sie nur lahm.

Hm“, machte Benny. „Du trainierst also weiterhin?“

Ich hab es wieder aufgenommen, ja.“

Und du willst sicher nicht mehr auf Turniere gehen?“

Bianka schüttelte den Kopf.

Dein Talent ist herausragend, Bianka. Das wäre eine wirkliche Verschwendung. Und das sage ich eben nicht nur, weil du meine Schwester bist.“

Wieder schüttelte das Mädchen nur beharrlich den Kopf. „Wie viel Verschwendung von Talent das war, habe ich auf meinem ersten Turnier gesehen. Es war eine erstklassige peinliche Aufführung.“

Benny zuckte mit den Schultern, hatte damals im Nachhinein den Ritt seiner Schwester online angesehen. „Und weiter? Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Er musterte sie.

Bianka erwiderte nichts.

Man sagt doch, wenn man den ersten Durchlauf verpatzt, boomt die spätere Kariere umso mehr.“

Bianka legte den Kopf schief, schüttelte ihn dabei leicht. „Nein. Ich lege keinen gesteigerten Wert auf irgendeine Karriere. Ich will nur meine Ruhe vom Turnierleben und einige Durchläufe zum Spaß machen.“

Und warum dann hier? Heimlich. Und niemandem verrätst du davon. Noch nicht einmal mir.“

Unsicher schaute sich Bianka um. „Eben deshalb. Ich will keine Fragen, ich will mich nicht rechtfertigen und will doch nur hin und wieder ein paar Durchläufe machen, um …“

… in Form zu bleiben?“ Benny hob eine Augenbraue. „Um in Form zu bleiben, musst du aber nicht regelmäßig trainieren. Das macht man eigentlich nur, wenn man ernstere Absichten verfolgt.“

Bianka schaute ihren Bruder aufmerksam an. „Sagst du es jemandem?“

Er runzelte die Stirn, stellte sich ahnungslos. „Wovon denn?“

Sie lächelte ihn an. „Danke.“

Benny spielte weiter den Ahnungslosen. „Wofür denn?“

Okay, du kannst jetzt damit aufhören.“ Sie setzte Rush in Bewegung, ritt in Richtung Green Valley an.

Womit denn?“, machte Benny weiter, um seine Schwester zum Lachen zu bringen und folgte ihr.

Ach, Benny“, seufzte Bianka schmunzelnd. „Das hab ich vermisst.“ Sie sah ihn an.

Was denn?“

Diese Zweisamkeit. Das Lachen und Herumalbern mit dir.“

Benny streckte die Hand nach seiner Schwester aus. „Mir auch, Schwesterchen.“ Und damit meinte er jedes Wort vollkommen im Ernst.

Ich hab dich lieb.“

Und ich dich, Bianka.“

*


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Dunkle Geheimnisse (16): Auszug 1

forest

Moon light in darkness autumn forest. Beauty nature background

Ich möchte euch daran erinnern, dass der Text Fehler aufweisen kann, da es nicht die Endfassung ist und die Rechte am Text bei mir liegen!

*

1

Es war Freitagmittag. Ein scheinbar normaler Tag im April. Für Laura und ihre Freundinnen aber nicht ganz, denn nun begannen nicht nur die Ferien, sondern sie hatten die Schule hinter sich.

Die Prüfungen waren geschrieben.

Und Laura musste ehrlich gestehen, dass sie so was von froh darüber war. Der Stress war gegen Ende kaum noch zu ertragen und großzügig hinzu kam auch der Druck, den sie sich selbst gemacht hatte.

Wieder einmal stand einiges an.

Morgen kamen die Reitschüler, die die nächste Woche Reiterurlaub auf Green Valley nahmen. Darunter war diesmal auch ein Mädchen, das man nicht mehr ganz in die Altersklasse eines Kindes stecken konnte. Mit ihren sechzehn Jahren war sie schon eher eine junge Frau. Eher ungewöhnlich, denn der Reiterurlaub fand eigentlich für bis zu dreizehn Jahre alte Kinder statt. Aber wie Lauras Mutter so war, hatte Becky auf Bitte der Eltern hier eine Ausnahme gemacht.

Nächste Woche fand zudem der Abschlussball statt, aber erst am Samstagabend, wenn die Ferienkinder den Hof schon wieder geräumt haben würden. Den Ball hatten Lauras Eltern in Verbindung mit Green Valleys dreijährigen Jubiläum geplant, mit dem auch Lauras Klasse kein Problem hatte. Es hieß sogar, je größer die Fete, desto cooler.

Laura hatte sich noch nicht getraut Benny zu fragen, ob er sie begleiten würde. Immerhin wusste er ja, dass es ihr Abschlussball war und da wartete sie eher auf eine Einladung von ihm. War sie nun zu stolz, um ihn einfach zu fragen? – Gut möglich.

Sahra brachte Mike mit, Bianka kam – vielleicht sogar mit Benny, was erklären würde, warum er Laura noch nicht gefragt hatte – und dann war da noch Robin, aber ihm wollte sie weiter keine Hoffnung durch eine Einladung vermitteln.

Der Reitunterricht, den sie ihm in den letzten Wochen, nachdem der Schnee geschmolzen war, gegeben hatte, hatte gereicht, um ihr vor Augen zu führen, dass er nicht locker lassen würde mit seinen Anmachsprüchen. Da half es auch nicht, wenn Laura deutlich auf Abstand zu ihm ging.

Am kommenden Montag fand endlich der Tag der offenen Tür im Chieminger Tierheim statt, für deren Parade Sahra, Bianka und die Kinder hart und eifrig trainiert hatten. Viele Besucher hatten Nachfragen angestellt und angekündigt, sich schon sehr auf das Event zu freuen.

Am Sonntag kam Sahra zurück.

Für sie waren die nächsten drei Tage besonders anstrengend, denn sie machte ihren abschließenden Kurs im Pferdetraining. Hiermit würde sich für sie entscheiden, ob sie eine qualifizierte Pferdetrainerin werden würde, oder vorerst nicht. Sie stand sehr unter Strom, wie Laura von ihr wusste. Sie war heute Morgen losgefahren und hat schon eine Zwischenmeldung gegeben:

Bin angekommen. Jetzt wünscht mir bloß Glück :/

Natürlich tat Laura nichts anderes. Sie wusste, wie eingehend sich Sahra darauf eingestellt, wie intensiv sie dafür gelernt hatte. Laura hatte kaum Zweifel daran, dass ausgerechnet Sahra die Qualifikation nicht erhalten würde.

Laura saß auf der Terrasse auf einem Stuhl, genoss in Shorts und Top die ersten Sonnenstrahlen und kraulte ihren Border Collie Rüden Bandito, der es sichtlich genoss, dass sich Laura ihm so intensiv widmete.

Laura war nun fast neunzehn Jahre alt, wie sie sich in diesem Moment einmal mehr dachte. Sie hatte gerade ihr Abi fest in der Tasche und einen großen Plan. Ihre Anfragen an Unis, an denen sie Tiermedizin studieren wollte, liefen noch. Dass noch keine Rückmeldung kam, sah Laura mit gemischten Gefühlen.

Sie rückte ihre breite Sonnenbrille zurück auf die Nase und lehnte sich zurück, schaute sich den nun wieder grün blühenden Garten an. Bob hatte sich der Gartenarbeit bereits mühsam zugewandt und so konnte man die Zeit im Garten voll genießen.

Laura hatte die Haare hochgesteckt, nur hier und da lugten ein paar kürzere blonde Strähnen heraus.

Bandito winselte leise, als Laura aufhörte ihn zu streicheln.

Das Mädchen grinste. „Jaja.“ Und schon kraulte sie ihn wieder hinter den Ohren.

Robin und Benny waren mit Lauras Vater, Bob, auf der Ranch zugange am arbeiten. Becky gab im Round Pen vorne einer kleinen Gruppe von Schülern Reitunterricht und Laura genoss die beinahe sturmfreie Bude.

Zumindest noch …

Die Terrassentür ging, aber Laura wandte sich in ihrem Sonnenbad nicht um. Derjenige würde sich schon melden.

Plötzlich wurde ihr von hinten unvermittelt die Sonnenbrille weggerissen und jemand hielt ihr Mund und Augen zu.

Laura japste erschrocken auf. Ihr Herz pumpte angestrengt.

Sie spürte, wie sich jemand ihrem Ohr näherte. „Na, wer bin ich?“

Dann ließ man sie unvermittelt los.

Noch immer vom Adrenalin gepeinigt, sprang Laura auf, wirbelte herum und schlug ihrem Cousin ordentlich auf den Oberarm. „Was fällt dir ein, mich so zu erschrecken?“ Sie riss ihm ihre Sonnenbrille aus der Hand und setzte sie wieder auf.

Sie sah ihm entgegen, wie er sie verhohlen angrinste.

Dann war ihr Ärger verschwunden und sie fiel ihm in die Arme. „Schön, dass ihr da seid.“

So sah das aber gerade eben noch nicht aus“, lachte Jonah.

Wie kannst du so einen derben Scherz auch aus dem Hinterhalt abziehen?“

Er ließ sie los und hielt entwaffnet die Arme in die Höhe. „Ich sah die Gelegenheit. Und nutzte sie. Schuldig im Sinne der Anklage, kleine Cousine.“

Kleine?“ Laura hob eine Augenbraue.

Laura“, vernahm sie hinter Jonah die freudig piepsende Stimme ihrer Cousine Isa, die mit ihren gerade neunzehn gewordenen Jahren, nur wenige Monate älter als Laura war.

Isa.“ Sie kam auf ihre Cousine zu, der sie ebenfalls um den Hals fiel. „Es ist ja wirklich ewig her.“

Ewig nicht, aber zumindest so lange, dass ich dich kaum wiedererkenne, junge Dame.“

Laura ließ von Isa ab und kam auf ihren Onkel Chris zu, der von der Stimme und der flapsigen Art her ihrem eigenen Vater am ähnlichsten war.

Neben ihm stand seine Frau, Helen Bunkma, Jonahs und Isas Mutter.

Laura begrüßte auch ihre Tante freudig.

Ist ja ein richtiges Familientreffen, wie?“, meinte Jonah.

Laura nickte ihm bestätigend zu. „O ja, das wird es. Ihr seid die ersten, die ankamen.

Cool. Freie Platzwahl also noch“, scherzte Christian Bunkma, Bobs Bruder.

So in der Art. Es wird richtig voll, aber noch nicht kommende Woche, da haben wir Ferienkinder zu Besuch, aber dann trudeln auch Onkel Richard und Tante Mareike ein und zwei alte Freundinnen von mir reisen auch an.“

Und das nur wegen deines Abi-Balls“, schüttelte Chris schmunzelnd den Kopf.

Und wegen Green Valleys dreijährigem“, ergänzte Laura. „Was sich alles so ansammelt, wenn man eine große Familie hat.“

Chris nickte. „Und wer zuletzt kommt, muss auf dem Boden schlafen.“

*

Wie sieht’s aktuell aus?

Jay – er hat endlich einen Titel: DUNKLE GEHEIMNISSE.

Der Band befindet sich schon eine Weile in der Warteschlange des Korrektorats. Auf meinen Kanälen (hier – nämlich meinem Blog -, Facebook und meinem Newsletter) werde ich berichten, wenn auch der erhältlich ist. Band 17 DER GEHEIME VEREHRER habe ich soeben fertig geschrieben, was ich zum Anlass nahm endlich einen neuen Blogartikel zu veröffentlichen.

Zur Erscheinung des nächsten Buches werde ich wieder ein signiertes Taschenbuch davon verlosen. Diesmal werde ich mein Gewinnspiel nicht nur auf Facebook veranstalten, sondern auch hier auf meinem Blog (für alle Nicht-Facebooker 😉 ).

Meinen Blog zu abonnieren, macht dann also gleich doppelt Sinn!

DER HIMMEL ÜBER GREEN VALLEY (15): Auszug 2

winter-533482_1280Erfahrt heute endlich Neues zum nächsten Band der Serie.

Aber nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen des Auszugs & möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

*

Scheint so, als würde es doch einen Abi-Ball geben“, murmelte Sahra vor sich hin.

Mhm“, machte Bianka.

Laura sah es den beiden an, sie waren genauso müde und erledigt vom Tag wie sie selbst. Es war Freitagnachmittag. Frühes Aufstehen, Schule, teilweise schon mit den Hausaufgaben begonnen, vereinzelte Aufgaben auf dem Hof bereits übernommen und dann das Treffen ihrer Klasse auf Green Valley, welches sie am Mittwoch, direkt festgelegt hatten.

Anfangs war es mir ziemlich gleichgültig, ob es nun für uns einen Abschlussball gibt oder nicht. Aber jetzt muss ich euch gestehen, wäre ich enttäuscht, wenn er ausfällt.“

Irgendwie schon“, stimmte Laura zu. „Unsere Klassengemeinschaft ist zwar stellenweise recht durchgeknallt, aber im Grunde sind sie doch in Ordnung. Man verbringt den Großteil des Tages mit ihnen in einem Raum und genau das schweißt doch so zusammen.“

Sahra nickte. „Und dann da einen gemeinsamen letzten Abend zu verbringen, hat irgendwas.“

Mag schon sein, aber wie steht’s mit Begleitung?“, warf Bianka ein.

Laura zuckte die Schultern. „Im Notfall gehen wir eben allein hin, was soll’s?“

Du hast leicht Reden. Da draußen wartet ein klasse Typ quasi nur darauf, dass du ihm sagst, dass du noch eine Begleitung suchst.“ Sahra verschränkte die Arme.

Laura wandte das Gesicht ab. Mittlerweile wussten sie alle drei, dass Robin mehr von Laura wollte als nur Freundschaft, auch wenn sich das Mädchen dazu einfach noch nicht hinreißen lassen konnte. Sie mochte ihn, keine Frage, aber musste denn gleich mehr daraus werden?

Laura hatte Sahra damals kurz nach ihrem Gespräch mit Robin, in dem er Sahra gestanden hat, was er für Laura empfand, darauf angesprochen und natürlich wollten sie auch Bianka nicht außen vor lassen.

Es war nun nicht gerade Hauptthema, aber an dieser Stelle überraschte es Laura schon, dass Sahra das wieder zur Sprache brachte.

Machst du es denn?“, hakte Bianka nach.

Was?“, fragte Laura gegen, wusste schon in welche Richtung die Frage ihrer Freundin ging.

Robin fragen.“

Laura schüttelte den Kopf.

Und wenn er fragt?“

Das blonde Mädchen lehnte den Kopf zurück, starrte die Decke an. „Ich denke nicht.“

Warum?“ Bianka lehnte sich interessiert nach vorn.

Da verbringe ich den Abend lieber mit euch.“

Nett, dass du bereits davon ausgehst, dass wir ollen Jungfern allein bleiben. Und wenn Sahra und ich Begleitung finden sollten?“

Laura seufzte. „Dann schau ich weiter, wenn es so weit ist.“

Es wurde kurzzeitig still zwischen ihnen.

Jede hing ihren Gedanken nach: Sahra wurde wieder von einer kurzen Welle der Eifersucht auf Laura erfasst, dass sie Robin quasi noch nicht einmal fragen müsste – wollte sie aber wieder in den Griff bekommen, da auch ihre Freundin es einfach verdient hatte glücklich zu sein.

Bianka dachte an Benny, der mit Laura unter anderen Umständen zum Abschlussball gegangen wäre. Ihre Fragen in Bezug auf Robin waren nur der Einholung von Informationen gedacht. Sie wollte wissen, was wirklich zwischen Laura und Robin war, denn immerhin war Benny ihr Bruder.

Und Lauras Gedanken gingen querbeet. Die Schule heute, die Hausaufgaben, welche sie noch machen musste, das Klassentreffen vorhin, der anstehende Ball und ihr Teil, um den Abi-Ball zum Erfolg zu machen. Sie musste dringend mit ihren Eltern reden. Und dann glitt ihr Gedankengang kurz zu der Frage, was sie an dem Abend anziehen könnte. Aber nur kurz.

Habt ihr schon vom Tierheim Chieming gehört?“, meldete sich Bianka als erste wieder zu Wort.

Was denn?“, hakte Sahra nach.

Es scheint ganz so, als müssten sie schließen.“

Nicht wahr!“

Bianka nickte. „Doch, ich habe es vorhin von meiner Mutter gehört, die arbeitet ja regelmäßig mit ihnen zusammen.“

Und was wird aus den Tieren, die da ihr Zuhause haben?“, wollte Sahra wissen.

Man will versuchen sie in Pflegestellen unter zu bekommen, was allerdings nicht so leicht wird. Die haben ja von Ziegen, über Pferde, einen Esel und den normalen Haustieren alles da. Und wer soll da schon einen Esel in Pflege nehmen?“

Und warum schließt das Tierheim?“

Es fehlt an Geld. Hinten und vorne. Die finanziellen Spenden sind fast gänzlich verschwunden, die materiellen Geschenke sind auch stark zurückgegangen und das einzige was bleibt sind die ehrenamtlichen Tierschützer, die ihre Zeit dafür einsetzen, und die vielen Unkosten.“

Und wann wollen sie schließen?“

Voraussichtlich reicht das Geld noch für diesen und nächsten Monat, danach sind sie vollkommen ausgebrannt.“

Haben die keine Sponsoren, oder andere finanziellen Einkünfte, um die geringen Spenden etwas auszugleichen?“

Nein, keine Sponsoren. Sie bieten Patenschaften an, aber der Beitrag reicht nicht mal ansatzweise, um allein für das Futter zu sorgen, das die Tiere benötigen.“

O je“, seufzte Sahra. „Sieht übel aus.“

Und zwar richtig. Meine Eltern haben sich momentan in der Wolle deswegen. Meine Mutter will den Teil der Tiere bei uns auf dem Hof aufnehmen, die bis dahin keine Pflegestelle gefunden haben – und das werden wohl einige sein. Und mein Vater beschwert sich darüber, weil er die Kosten dafür nicht tragen will.“ Bianka seufzte. „Zum Verzweifeln mit meinem Vater, schließlich haben wir immer mit dem TSV kooperiert, warum jetzt nicht? Wir haben selbst Pflegetiere, die wir zu vermitteln suchen, warum will er nicht noch ein paar mehr aufnehmen?“

Dann machen die also wirklich zu? Endgültig und das steht schon fest?“

Bianka nickte. „Ich fürchte schon.“

Und da kann man nichts machen?“

Bianka seufzte. „Sieht nicht so aus. Es liegt wieder mal alles am lieben Geld. Es fehlt überall und ich wüsste nicht, wie man so schnell an genug Geld kommen könnte, um die Schließung hinauszuzögern beziehungsweise ganz zu verhindern.“

Hm …“, machte Sahra nachdenklich. „Es gibt doch oft so Spendengalas. Meint ihr, man könnte in dieser Richtung etwas organisieren?“

Was denn?“, hakte Laura nach.

Sahra zuckte mit den Schultern. „Dass man einen Tag der offenen Tür macht. Dabei könnte man vielleicht sogar einige Tiere vermitteln. Es wäre Werbung für das Tierheim und Spenden kämen mit Sicherheit auch reichlich rein.“

Und welches Programm soll es da geben?“, fragte Laura weiter.

Zum Beispiel Reiten“, meinte Bianka sofort. „Die haben einige Pferde, die würden sich echt freuen, wenn sie mal was anderes sehen und tun könnten.“

Okay. Reiten, und weiter? Für die Nichtreiter?“

Führung durchs Tierheim, die Tiere werden vorgestellt, man kann sie streicheln, um sich ein Bild von ihnen zu machen und von den Patenschaften erzählen. Man kann doch auch mehrere Patenschaften auf ein Tier setzen, oder? Und auf jeden Fall das finanzielle Problem ansprechen und um Spenden bitten.“ Sahra befand sich plötzlich wieder in einem glühenden Element.

Wenn man solche Veranstaltungen wiederholen würde, könnte dem Tierheim echt geholfen werden“, meinte Bianka, angestachelt von der Idee.

Auf diese Weise können einige Tiere vermittelt, auf die Umstände des Tierheims aufmerksam gemacht und zu Patenschaften aufgerufen werden.“

Und ihr meint, das löst das Problem auch langfristig?“, gab Laura zu bedenken.

Bianka zuckte mit den Schultern. „Und wenn die Schließung auf diese Weise vorerst nur verzögert wird, ist doch schon ein Großteil getan. Bis dahin ist der Rest der Tiere vermittelt oder haben einen Pflegeplatz gefunden.“

Kannst du mit dem Tierheim sprechen, ob sie mitmachen, Bianka?“, fragte Sahra sofort.

Das Mädchen nickte. „Ich hoffe, sie lassen sich drauf ein und halten es nicht für Zeitverschwendung. Wärt ihr denn dann mit dabei?“

Sahra sah Bianka entgeistert an. „Wohin denkst du, wir planen hier gerade, um dich allein damit zu beauftragen. Natürlich helfen wir, du Chaotin.“

Denke ich aber auch. Die Frage hättest du dir wirklich sparen können, Bianka“, sagte auch Laura.

Bianka hob entschuldigend die Hände. „Ich hatte es mir ja schon gedacht, wollte aber trotzdem nochmal fragen, denn gerade jetzt wo der Lernstress fürs Abi ist, haben wir anderes im Kopf, als Tieren dabei zu helfen weiter im Tierheim leben zu dürfen.“

Hey, Mädels.“ Becky streckte den Kopf ins Wohnzimmer.

Hey, Ma.“

Wer hat Hunger von euch?“

Die Mädchen sahen sich gegenseitig abschätzend an.

Da sagen wir nicht Nein.“

Sie erhoben sich und kamen gemeinsam in die Küche.

Bob packte einen Kuchen aus.

Es gibt Kuchen?“ Laura lief das Wasser im Mund zusammen.

Ja, zur Abwechslung ein etwas anderes Abendessen. Wir haben es uns auch mal verdient. Also, wer will?“

Natürlich musste Becky nicht nachzählen, um zu wissen, dass gerade alle Hände in die Luft gingen. Bob sogar beide Hände gespielt unauffällig in die Lüfte erhob.

Schon gut, blöde Frage.“ Sie schnitt den Kuchen an.

Robin verteilte die Teller auf dem Tisch. „Fehlt nur noch gutes Bier.“ Er zwinkerte den Mädchen zu. „Wisst ihr, wo man gutes bekommt?“

Bob sah den jungen Mann teils angewidert, aber auch überrascht an. „Käsekuchen und Bier. Du musst doch wirklich an Geschmacksverirrung leiden.“

Sie ließen es sich alle schmecken und natürlich musste Laura die Chance nutzen und ihre Eltern fragen, wenn sie schon so nett beisammen saßen. „Ma?“

Hm?“

Ich habe gerade einen Anflug eines Deja-vùs“, kommentierte Bob diese Einleitung.

Was würdet ihr eigentlich davon halten, wenn wir … na ja, wenn wir unseren Abi-Ball auf Green Valley veranstalten würden?“

Becky kaute langsam zu Ende, überlegte währenddessen schon und kam noch zu keinem Entschluss.

Bob lehnte sich zu ihr rüber. „Freundlich lächeln und den Kopf schüttelnd“, murmelte er ihr zu, wobei es natürlich wieder im Spaß von ihm daher gesagt war.

Becky schenkte ihm nur einen Blick der Art „Du-mal-wieder“, als sie sich auch schon wieder ihrer Tochter widmete. „Euren Abschlussball?“

Die drei Mädchen nickten mechanisch.

Becky sah sie der Reihe nach an, legte die Gabel bei Seite und stützte vorsichtig ihren Ellbogen auf den Tisch. „Nur aus Neugier: Wie viele seid ihr in eurer Klasse?“

Neunzehn.“

Becky nickte, machte dabei kurzzeitig große Augen. „Und wie viele der Sorte auf die man sich verlassen kann?“

Die Mädchen tauschten einen Blick. Nicht umsonst hatten sie von der Schulleitung eine Absage erhalten.

Etwa die Hälfte“, antwortete Laura wahrheitsgemäß.

Die Hälfte, nun gut, mehr als erwartet, aber … was wird bitteschön die andere Hälfte auf unserem Hof veranstalten? Sich volllaufen lassen, überall herum spucken, trinken bis sie ins Koma fallen?“

Laura wusste nichts zu antworten, denn auch wenn es sich gerade recht krass anhörte, auf so etwas ähnliches mussten sie sich wohl einstellen. Gerade die Jungs würden ordentlich zum Alkohol greifen.

Ich kann sie ja unter meine Fittiche nehmen“, scherzte Robin und kassierte dafür einen leichten Schlag von Bob auf den Hinterkopf.

Du und deine Fittiche, genauso brillant wie du und deine Reitkünste, wie?“

Wir lernen ja noch“, gab er Kontra.

Von wegen, nicht eine Reitstunde hast du bisher genommen junger Mann.“

Das lag ja wohl nicht an mir. Laura hatte bisher noch keine Zeit.“

Bob lehnte einen Arm über Robins Stuhllehne, begriff spätestens in diesem Moment ganz genau, warum Robin darauf bestand, von Laura unterrichtet zu werden und obwohl er etwas anderes sagte, drückte seine Miene aus: Hände weg von meiner Tochter!

Falls du es noch nicht weißt, mein Lieber, deine Arbeitgeber sind beide Reitlehrer, die dich gern unterrichten.“

Robin winkte grinsend ab. „Ach lasst mal. Ich will euch nicht noch mehr Arbeit aufhalsen. Ist noch Kuchen da?“ Er schob seinen Stuhl zurück, damit fiel auch Bobs Arm zwangsläufig von der Lehne, und trug seinen leeren Teller zur Spülmaschine, wo er sich im Anschluss gegen die Küchenarmatur lehnte.

Becky seufzte. „Um auf deine Frage zurückzukommen, Schatz: Können wir darüber nochmal nachdenken?“

Obwohl sie gern sofort eine Antwort bekommen hätte, nickte sie. Was blieb ihr auch anderes übrig?

Nach dem Essen verabschiedeten sich die Mädchen voneinander und Sahra und Bianka fuhren jeweils zu sich nach Hause.

Warum eigentlich, Laura?“

Das Mädchen drehte sich Robin zu, während sie noch an der Haustür stand und den davonfahrenden Autos hinterher sah. Robin hatte sie begleitet, während ihre Eltern drinnen waren.

Wovon sprichst du?“

Warum hattest du noch keine Zeit, mir eine Reitstunde zu geben?“

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, blickte zwangsläufig auf die weiße Schneedecke, die sie erst letzte Woche mit den eisigen Minustemperaturen bekommen hatten.

Oder willst du gar nicht?“

Doch.“

Aber?“

Sie schwieg.

Robin nickte verstehend. „Schon klar, Laura. Du hast es mir vor zwei Monaten versprochen und noch nichts getan. Einen besseren Korb hättest du mir gar nicht geben können.“ Er ging über den Hof in sein Häuschen.

Laura schaute ihm verdutzt nach. Einen Korb? Waren sie schon so weit, dass er das als einen Korb auffasste? Und er nahm es ihr übel, fasste es persönlich auf.

Sie seufzte. Aber was sollte sie anderes tun, als diesen Kelch an sich vorübergehen zu lassen und den Schneeflocken zuzuschauen, die gerade wieder vom Himmel fielen und etwas Faszinierendes ausstrahlten, in dem Licht, das aus dem Küchenfenster schien.

*

Wie geht’s weiter?

Ich bin endlich mal wieder am Start!

Nachdem ich ein wenig mehr Zeit habe aktuell, nutze ich diese fleißig, um für euch den 15. Band der Green Valley Serie fertigzustellen. Das Korrektorat ist abgeschlossen, das Manuskript liegt bei mir fürs letzte Lesen. Ich weiß – endlich! Auf meinen Kanälen (hier – nämlich meinem Blog -, Facebook und mein Newsletter) werde ich berichten, wenn auch der erhältlich ist.

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DER HIMMEL ÜBER GREEN VALLEY (15): Auszug 1

winter-533482_1280Erfahrt heute, wie es im nächsten Band weitergeht …

Aber nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen des Auszugs & möchte euch daran erinnern, dass der Text Fehler aufweisen kann, da es nicht die Endfassung ist und die Rechte am Text bei mir liegen!

*

1

Laura lehnte sich zu Bianka, die neben ihr stand. „Wir scheinen alle vollzählig zu sein, was meinst du?“

Diese nickte. „Scheinen alle aus unserer Klasse da zu sein.“

Laura stand zwischen Sahra und Bianka und überblickte das rege Treiben, das normalerweise nur in ihrer Schulklasse herrschte. Wie merkwürdig es sich anfühlte, dass sie an diesem Nachmittag alle auf Green Valley waren – um präziser zu sein: in ihrem Wohnzimmer.

Der Großteil hatte es sich auf der Wohnlandschaft bequem gemacht, für den Rest hatten sie die ganzen Stühle auf dem Hof zusammengesucht.

Das erste außer der Reihe stattfindende Klassentreffen der dreizehnten Klasse fand deshalb im Wohnzimmer Green Valleys statt, weil es an diesem Januartag zu kalt war, um es draußen zu veranstalten und sie eine Menge Platz benötigten, um ihre Klassenkameraden unter zu bekommen. Biankas Vater hatte natürlich prompt nein gesagt und Carola mochte so ein Durcheinander nicht in ihrem momentanen Zustand. Also blieb nur noch Green Valley.

Also“, einer von Lauras Kameraden rieb sich voller Vorfreude die Hände, „planen wir unseren Abi-Ball.“

Was gibt’s zu planen? Solang es Bier gibt, ist alles cool.“

Laura verdrehte gespielt die Augen. Typisch Jungs!

Ganz meine Meinung.“ Robin, ihr Hofarbeiter, kam ins Wohnzimmer, hatte zufällig die Unterhaltung mitangehört. „Wo kann man sich bedienen?“

Laura deutete zur Tür. „Am Türgriff, Robin!“

Er hob beschwichtigend die Hände und zog den Rückzug an.

Der sollte lieber seinen Arbeiten nachkommen, als hier wieder den Clown zu spielen – dachte Laura.

Nein, jetzt mal im Ernst“, meldete sich eine dominierende Stimme zu Wort – Dixie Kerner. „Wir sollten schon ernsthaft planen. Was brauchen wir?“

Bier!“, rief einer der Jungs dazwischen und unterbrach die kleine Schuldiva somit in ihrer Aufzählung, die genervt nach ihm schlug.

Welche Mengen von allem?“

So viel wie geht“, quatschte wieder einer dazwischen. „Bier kann man nie genug haben“, grinste er seinen Freund und Sitznachbarn an.

Wer was besorgt.“

Machen wir.“

Dixie senkte die Hand mit der sie aufgezählt hatte. „Kannst du mal ruhig sein, ich versuche die Sache ernsthaft zu besprechen.“

Wir auch.“

Sie winkte ab. „Und wo genau alles stattfindet.“

Von der Schulleitung haben wir eine Absage bekommen“, meinte Bianka. „Die wollen unsere Klasse beim Abschlussball nicht mal annähernd ans Schulgebäude lassen, wenn Alkohol in Verbindung mit bestimmten Personen im Spiel ist.“ Damit sah sie die dafür verantwortliche Jungengruppe an, die sich schon passend zusammengesetzt hatte.

Na klasse! Und ich dachte da bereits die ganze Zeit an die Turnhalle.“

Bianka schüttelte den Kopf.

Und was nun? Wo sollen wir den Abi-Ball abhalten?“

Ich sehe es schon kommen, wir sind die einzige Klasse, die keinen haben wird“, jammerte eine von Dixies Freundinnen.

So weit wird es nicht kommen.“

Die planenden Mädchen wurden ruhig, überlegten jeder für sich, während die Jungs vor sich hin plappernd alles mögliche taten, aber bestimmt nichts Sinnvolles oder Überlegtes.

Und wenn wir es hier veranstalten würden?“, fragte Dixie einfach.

Laura wurde unvermittelt von dieser Frage überrollt. Warum eigentlich nicht? Und dann kam ihr der Grund. „Aber wir haben keinen beheizten Platz dafür und draußen ist es zu kalt.“

Hier ist so viel Platz. Allein die beiden Gebäude da drüben.“ Dixie deutete durch die Wohnzimmerwand, um die Nebenhäuschen auf dem Hof anzusprechen.

Wovon eins noch unserem Hofarbeiter gehört.“

Und das andere?“ Dixie hob die Augenbraue.

Laura dachte nach. „Da müsste ich mit meinen Eltern drüber sprechen.“

Cool!“, jauchzte Dixie sofort.

Das war keine Zusage“, bremste Laura sie direkt ein.

Ich weiß, aber damit hätten wir immerhin eine echte Chance auf eine Alternative zur Turnhalle.“

Das Mädchen hörte die Eingangstür und wusste, dass es nur ihre Mutter oder ihr Vater sein konnte.

Dixie deutete auf die Tür, hatte es auch gehört. „Sind sie das?“

Ich denke schon.“

Dann frag doch!“

Laura drehte sich seufzend um und ging in die angrenzende Küche, in der ihr Vater Bob stand und sich einen Keks aus der Packung stibitzte. „Wie läuft der erste große Green Valley Kongress?“, zwinkerte er seiner Tochter zu.

Ganz gut. Du, Pa?“

Hm?“

Meinst du, man könnte hier bei uns einen Abschlussball organisieren?“

Bob hielt inne. „Du denkst da nicht zufällig an deinen eigenen?“

Doch.“

Von hier aus zu organisieren dürfte kein Problem sein. Wo soll der denn dann stattfinden?“ Er lehnte sich gegen die Küchenarmatur und schaute seine Tochter schalkhaft an. Er wusste genau was sie meinte.

Laura zog eine genervte Miene. „Das weißt du genau, Pa. Also?“

Er wurde ernst, kratzte sich am Kinn. „Da muss ich mit Becky drüber reden.“

Jetzt?“

Später.“

Wirklich nicht jetzt?“

Ganz wirklich.“

Laura ließ die Luft aus. „Okay.“ Damit ging sie ins Wohnzimmer zu den anderen zurück.

Und?“, flammte Dixie auf.

Noch keine Zusage. Sie wollen drüber reden. Ich sag euch dann, wie die Entscheidung ausfiel.“

Mhm.“ Dixie zog einen Schmollmund.

Ansonsten finden wir bestimmt auch noch andere Möglichkeiten. Wir könnten uns bei Freunden und Bekannten informieren, ob die etwas wüssten“, schlug Sahra vor.

Laura nickte.

Macht es denn da Sinn jetzt irgendetwas zu planen, wo wir noch nichts haben wo wir feiern?“

Klar, Dixie“, meinte Sahra. „Wir finden schon was und planen müssen wir sowieso.“

Ich wäre für einen DJ“, brachte eine von Dixies Freundinnen den ersten Vorschlag vor.

O ja“, schloss sich diese an. „Mit coolem Bass und super Sound.“

Und das Essen?“, fragte einer der Jungs mal zur Abwechslung.

Catering“, warf eins der Mädchen ein.

Aber das wird so teuer.“

Willst du es etwa selbst machen?“

Warum nicht? Wir backen und kochen … Wo ist denn unsere Hauswirtschaftsgruppe?“ Karla zeigte auf die Klassenkameraden, die als Wahlpflichtfach Hauswirtschaftslehre belegt hatten. Unter anderem Bianka. „Die scheinen doch das so gern zu machen. Und so gut wie die Schule im Anschluss immer riecht, machen die das echt klasse. Was meint ihr?“

Bianka und die anderen der Gruppe schauten sich an und nickten sich nach und nach gegenseitig zu.

Cool! Das hätten wir also schon mal geregelt. Überrascht uns mit euren Spezialitäten.“

Und was ist nun mit meinem DJ?“

Darüber können wir noch nachdenken. Schau schon mal nach welchen in unserer Nähe und frag die Preise an, danach reden wir nochmal drüber.“

Wann hatte Karla das Kommando übernommen? – fragte sich Laura gerade.

Was brauchen wir noch?“, fragte diese auch schon wieder, wobei die Frage eher ihr selbst galt, als den anderen.

Eine Location. Immer noch“, meinte Dixie.

Ist in Planung. Alles der Reihe nach, Kleines“, winkte Karla ab.

Programm. Wir brauchen was, das die Stimmung konstant hält.“

Dafür sollte eigentlich der DJ sorgen, wenn nicht, dann taugt er nichts.“

Jetzt gibt’s also doch einen DJ?“, fragte Bianka.

Na ja, vielleicht eben.“

Und wenn nicht?“

Dann brauchen wir was anderes.“

Was?“, ließ Bianka nicht locker.

Karla Bremer zuckte die Schultern. „Such was raus und schlag es vor.“

Aber nix mit euren Gäulen“, warf einer der Jungs ein.

Aber im Grunde ist die Idee mit dem DJ nicht schlecht, oder?“, kam Karla darauf nach genauerem Bedenken zurück.

Sie fand Zustimmung. „Vielleicht sollten wir wirklich in die Richtung denken. Denn der sorgt nicht nur für coole Musik, sondern auch noch für Partystimmung.“

Genial. Dann müssen wir die Planungsbereiche jetzt nur noch unter uns aufteilen. Und es muss jeder helfen, dass das klar ist“, meinte Dixie.

Die Hauswirtschaftsgruppe weiß ja hiermit schon mal für was sie sorgen wird: gutes Essen und Snacks. Sucht was Gutes raus und überrascht uns.“

Du wirst dich um den DJ kümmern, den du vorgeschlagen hast.“

Ich allein?“

Nein, such dir ein paar aus, die dir helfen sollen. Ihr vier, Dixie, Bianka, Laura und Sahra, kümmert euch um die Location. Sollte das mit dem Platz hier hinhauen, wäre das echt der Hammer.“

Mit dem Platz? Green Valley war doch kein Platz – ging es Laura im Kopf umher. Dennoch nickte sie. Karla wusste es als Streber-Fashiongirl nicht besser.

Dann wandte sich Karla seufzend an die Jungs. „Und nun zu euch. Ich hoffe, ich werde es nicht bereuen euch eine Aufgabe aufgetragen zu haben, dessen Versauen dennoch kleine Auswirkungen auf den Abschlussball haben könnte: die Getränke.“

Kein Ding“, grinsten sie sich alle breit ab. „Das kriegen wir hin.“

Hoffentlich. Ihr denkt auch ein wenig an die weibliche Ballpartie?“

Natürlich. An niemand anderen. Wie viel vertragt ihr?“

Karla legte seufzend den Kopf schief. „Danke, aber wir wollen nicht abgefüllt werden, ja?“

Und was wollt ihr dann da?“

Sie sah den Jungen ernsthaft zweifelnd an. „Das ist diesmal kein Spaß. Getränke sind wichtig für ’ne Party. Cocktails, Sekt, Säfte und Wasser falls es jemandem zu viel wird.“

Und Bier!“, kam es von drei der Jungs laut schallend.

Karla winkte ab. „Haben wir jetzt alles?“ Wieder galt die Frage eher ihr selbst, als den Anwesenden. So war sie. Karla war ein absolutes Planungsgenie, nahm es immer selbst in die Hand und hatte ein besseres Gefühl dabei, wenn sie die Aufgaben verteilte und sie stellenweise auch noch für andere übernahm. Laura wusste von Sahra, die mit Karla mal an einem Projekt hatte arbeiten müssen, dass das Mädchen schier verrückt wurde, wenn Sahra mit der Zeit nicht hinterher kam. Zum Schluss hatte sie selbst einen Teil vorgeplant und Sahra somit um die Hälfte der Arbeit erleichtert.

Karla war eine zielstrebige Persönlichkeit, die manchmal etwas arrogant wirkte, was aber auch von ihrem Selbstbewusstsein kommen konnte. Sie war eine Person, die Laura ab und zu wirklich beneidete. Sie war intelligent, hübsch und ein Mensch, mit dem eigentlich jeder auskam, denn trotz allem blieb sie immer auf dem Boden und ließ sich nicht von anderen beeinflussen.

Gut, dann macht mal jeder seinen Job und wir bleiben in Kontakt wegen der einzelnen Planungsbereiche. Fragen?“

Keiner meldete sich zu Wort.

Fein. Die Tagung ist beendet“, meinte sie spaßig zum Schluss und erhob sich schwunghaft. Sie richtete ihren Minirock, den sie trotz der kalten Temperaturen trug und zog sich ihren schwarzen Mantel an.

Nach und nach fuhren die Autos von der Ranch, die sich durch ihre Klassenkameraden angesammelt hatten.

Nur die drei Freundinnen Sahra, Bianka und Laura blieben gemeinsam im Wohnzimmer und ließen sich dann, kaum dass sie alleine waren, auf die Couch plumpsen.

*

Wie geht’s weiter?

Der 15. Band DER HIMMEL ÜBER GREEN VALLEY ist fertig geschrieben und Anfang dieser Woche ins Korrektorat gegangen. Auf meinen Kanälen (hier – nämlich meinem Blog -, Facebook und mein Newsletter) werde ich berichten, wenn auch der erhältlich ist.

Band 16 hat zwar noch keinen Titel, hat aber gestern seine erste Überarbeitung abgeschlossen. Ich bin wieder so voller Ideen und Elaan, dass ich die ersten Sätze zu Band 17, mit dem derzeitigen Titel DER GEHEIME VEREHRER, verfasst habe. Ab Montag tippe ich dann mal wieder einen neuen Green Valley Part 🙂

Der nächste Blogartikel erscheint am 23. September mit einem Hintergrundbericht zu Band 14 AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN, der neulich erschienen ist. Wenn ihr darüber benachrichtigt werden wollt, könnt ihr gerne meinen Blog in der rechten Spalte abonnieren.

AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN (14): Auszug 3

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Gewinnt auf Facebook ein signiertes Taschenbuch von AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN. Weiteres gibt’s hier!

Der neue Green Valley AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN ist jetzt endlich als E-Book erhältlich, das Taschenbuch folgt wie immer in den nächsten Tagen!

Aber nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen des letzten Auszugs aus dem Band & möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

*

2

Sahra sah durch das Fenster auf den Hof hinunter, auf dem Laura und Robin standen.

Missmutig beäugte sie die beiden und kam nicht drumherum, als von einem neuen Schwall der Eifersucht ergriffen zu werden.

Das plötzliche Geheul hatte sie neugierig ans Fenster treten lassen, dann beobachtete sie, wie Robin und Laura miteinander auf dem Hof standen und sich mit Sicherheit auch unterhielten.

Die erste Eifersucht, die sie glaubte erfolgreich bekämpft zu haben, überkam sie, als Laura sie anschrieb und von dem Zwiespalt zwischen Robin und sich berichtete. Sofort las sie zwischen den Zeilen, dass Robin sichtlich mehr beabsichtigte, als lediglich Freundschaft mit Laura. Und genau das hatte ihr einen entsetzlichen Stich versetzt!

Seit sie Robin kannte, und sie war ja die erste, die Bekanntschaft mit ihm machte, fand sie ihn sympathisch, sie versuchte in seiner Nähe zu sein, mit ihm zu reden und ihm all das irgendwie zu vermitteln. Doch die Reaktion, die sie sich in Bezug auf sich gewünschte hatte, schenkte er Laura – und die trat es offenbar mit Füßen.

Zu Sahras Glück natürlich. Niemand außer ihr wusste, dass sie insgeheim auf Robin stand, sie hatte noch nicht den Mut offen darüber zu sprechen, denn schließlich beruhte das Interesse nicht auf beiden Seiten.

Und mit diesem Bild, das sich ihr zeigte, würde sie den Gedanken nun abschließen müssen. Vielleicht überlegte es sich Laura, nahm sein Angebot an und sie würden eine Menge Zeit miteinander verbringen. Sahra stellte sich vor, wie sie nach einem gemeinsamen Tag auf die Ranch kamen, glücklich lächelnd und dann geschah es – sie küssten sich.

Allein der Gedanke erzürnte ihre Wut und Eifersucht.

Dann trennten sich die beiden auf dem Hof voneinander und Laura kam aufs Haus zu. Sie war gleich hier oben.

Sahra durfte sich nichts mehr anmerken lassen. Sie ging vom Fenster weg, schnappte sich die DVD und verließ Lauras Zimmer.

Unten hörte sie ihre Freundin, dann erschien sie auf der Treppe.

Hey!“, schlug Sahras Miene in ein Lächeln um. „Komm, wir machen es uns direkt unten im Wohnzimmer bequem.“

Okay.“

Lauras Lächeln sollte sie eigentlich glücklich machen – schließlich war das das Ziel ihres Kommens, aber in Verbindung mit dem was sie von Lauras Zimmer aus beobachtete, verfehlte es diese Wirkung.

Was war denn? Ich hab das Heulen gehört.“ Sahra versuchte mit aller Macht sich abzulenken. Sie wollte nicht derartige Gefühle für eine ihrer besten Freundinnen hegen – zumal Laura dafür nichts konnte.

Crash war da.“

Crash?“

Ja, der Wolf, der damals hin und wieder hier aufkreuzte.“

Ist ja ewig her. Du hast schon lang nicht mehr von ihm erzählt.“

Er war ja auch nicht mehr da seitdem.“

Sahra taxierte ihre Freundin, die im Wohnzimmer die Geräte einschaltete und zwei Decken für sie beide holte.

Und woher kommt der plötzliche Stimmungsumbruch?“

Laura zuckte mit den Schultern. „Liegt vielleicht an der Luft draußen. Es ist ein herrlicher Abend.“

Der letzte Satz schlug Sahra erneut nieder. Ein schöner Abend – wahrscheinlich weil sie sich mit Robin ausgesöhnt hatte, vielleicht hatten sie jetzt doch etwas verabredet.

Ihr drehte sich der Magen um.

Zusammen kauerten sie sich dicht nebeneinander auf die Couch. Die Komödie brauchte jetzt wohl vordergründig sie.

Sahra war die Nacht über geblieben, es wurde spät und so hatte sie mit Laura auf der Couch übernachtet.

Wach wurde sie, als sich Laura ruckartig bewegte und die Couch knirschte. Sahra setzte sich aufrecht hin, fühlte sich noch müde und so verschlafen.

Was ist?“, brachte sie in ihrem Dämmerzustand hervor.

Laura setzte sich nach vorne gebeugt hin, rieb sich die Augen und schüttelte den Kopf. „Nichts. Meine Eltern decken den Tisch fürs Frühstück, das hat mich geweckt. Isst du mit?“

Sahra nickte mechanisch. „Einen Cappuccino, bitte.“ Damit legte sie sich wieder hin und wollte noch vor sich hin dösen bis es soweit war.

Laura lächelte. „Nix da. Aufstehen!“ Sie stand auf und rüttelte Sahra unbarmherzig und lange.

Lass das, Laura. Ich bin so müde.“

Ja, aber wach, also steh auf bevor du wieder einschläfst.“

Sahra meckerte wortlos, nur mit einem grummelnden tiefen Laut aus ihrer Kehle.

Hörst dich ja bedrohlicher an als Crash“, grinste Laura.

Und das sollte dir an dieser Stelle eigentlich zu denken geben“, teilte sie verschlafen mit geschlossenen Augen aus.

Becky lugte ins Zimmer rein. „Frühstück, Mädels.“ Die Tür schloss sich wieder.

Also komm jetzt, Sahra.“

Ja ja“, meckerte sie weiter, drehte sich aber nicht um und machte auch ansonsten keine Anstalten aufzustehen.

Dann bekam sie ein Kissen ab.

Sahra öffnete seufzend die Augen. „Oh, Laura.“

Das war noch friedlich. Wenn du jetzt nicht aufstehst, gibt’s Krieg.“

Sahra drehte sich ihrer Freundin zu. „Krieg also, ja? Auch mit Bedacht deiner Niederlage? Die kann dich nämlich nur überkommen, wenn ich so müde bin.“

Können es ja gern drauf ankommen lassen“, grinste Laura frech. „Also?“

Noch fünf Minuten.“ Sahra drehte sich wieder weg, schloss noch für ein paar Sekunden die Augen.

Okay“, meinte Laura.

Dann traf Sahra wieder ein Kissen. Das Mädchen seufzte.

Ihr wurde die Decke weggerissen, was sie zum protestierenden Aufsitzen zwang. „Hey!“

Laura stand ihr gegenüber auf der Couch, bewaffnet mit zwei Kissen. „Steh jetzt auf!“

Sahra war gereizt darüber, dass man sie schon so früh am Morgen derart hetzen und scheuchen musste. Verschlafen und doch absolut planlos und verblüfft saß sie da, starrte Laura einige Sekunden entgegen und ließ dann den Kopf schmunzelnd sacken. „Das war dein Ernst mit dem Krieg“, schloss sie und fuhr sich unter den Augen die Konturen nach.

Klar, bei so etwas spaße ich sehr, sehr, sehr … sehr selten.“

Das kapierte Sahra an dieser Stelle auch. „Also gut, lass die Kissen fallen, wir gehen rüber.“

Geht doch.“

Sahra erhob sich schwerfällig.

Laura kam von der Couch, achtete nicht mehr weiter auf ihre Freundin und unterschätzte sie aus eben diesem Grund.

Sahra überfiel Laura von hinten, beide landeten sie wieder auf der Couch.

Was soll denn das?“

Was soll ich sagen: ich spaße sehr, sehr, sehr … sehr selten? War das so richtig?“

Womit denn?“

Ich sagte schon, dass du mich in diesem wachen Schlafmodus nicht nerven sollst, du würdest eine Niederlage erleben.“

Ach so, das bezog sich darauf.“

Ja, allerdings.“ Sahra ließ Laura noch nicht los, sondern schnappte sich eins der kleineren Kissen und schlug es ihrer Freundin sanft aber doch neckend wiederholend um die Ohren.

Laura schützte sich mit Händen und Füßen und dachte gar nicht mehr ans Frühstück oder daran sich zu rächen.

Sahra bemerkte nicht, wie die Tür aufging.

Darf ich mitmachen? Sieht lustig aus.“ Robin grinste.

Das Mädchen ließ Laura kurzzeitig lockerer, überrascht von seinem abrupten Auftauchen und ihrem kindischen Auftreten, das ihm hier zur Schau gestellt wurde.

Sahra richtete sich auf, fuhr sich durch die Haare, um sie weitgehend wieder zu richten. „Nein, wir … haben das schon geklärt.“

Ja, und das auf eine wirklich interessante Weise.“

Sahra konnte nicht anders, sie musste schmunzeln. Peinliche Aktion!

Sie sah auf Laura, die wieder stand, und das Chaos, das sie hier fabriziert hatten. Decken und Kissen flogen herum, lagen auf Couch und Boden. Der Wohnzimmertisch verschoben und mit Getränken und Chips voll, die DVD-Hülle lag neben dem Fernseher auf dem Boden.

Robin musterte das volle Ausmaß, das Sahra soeben auch scannte und nickte achtungsvoll. „Also ihr habt eine … wirklich interessante Vorstellung von Nachtleben.“

Laura und Sahra grinsten sich an.

Dankeschön“, sagte Laura stolz sich reckend. „Das Kompliment wissen wir sehr zu schätzen.“

Robin taxierte das blonde Mädchen kurz. „Ich sollte euch übrigens nochmal ans Frühstück erinnern.“

*

Wie geht’s weiter?

Der nächste Band DER HIMMEL ÜBER GREEN VALLEY ist fertig geschrieben, muss nur noch überarbeitet und korrigiert werden. Auf meinen Kanälen (hier – nämlich meinem Blog -, Facebook und mein Newsletter) werde ich berichten, wenn auch der erhältlich ist.

Der nächste Blogartikel erscheint am 02. September mit einem Auszug aus Band 15, wenn ihr darüber benachrichtigt werden wollt, könnt ihr gerne meinen Blog in der rechten Spalte abonnieren.

Zudem ist der Start einer neuen Reihe geplant …