Leseprobe #2: SCHMERZLICH (Dark Hill Secrets, Teil II)

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Heute habe ich die letzte Leseprobe aus Teil II SCHMERZLICH meiner neuen Reihe. Viel Spaß beim Reinlesen 😀

Wie immer: Die Rechte am Text liegen bei mir!

***

Kathrin und Sahra verstauten Taboo im Stall, versorgten ihn mit Futter und Wasser und umsorgten ihn auch danach mit etlichen Streicheleinheiten.

Dies war der Punkt, an dem Nina auffiel, dass es ihr langsam zu kalt wurde und sie hinein ging.

„Hey, Jetta.“

„Hallo, Schatz“, rief ihre Oma Nina entgegen.

„Riecht köstlich. Was gibt’s zu Mittag?“

„Spaghetti Carbonara.“

Nina lugte mit dem Kopf herein. Wahnsinn! „Aber Finn mag die Soße nicht.“

Die Alte, etwas zu kurz geratene, aber keinesfalls auf den Mund gefallene Frau rührte unbekümmert weiter in der Soße. „Ich weiß“, schmunzelte sie.

Nina hob eine Augenbraue. Sie verstand. Der Kampf zwischen Finn und Jetta ging in die nächste Runde.

„Uh“, machte der junge Mann auch schon, als er die Treppe herunterkam. „Was stinkt denn hier so eklig?“

„Das Mittagessen. Spaghetti mit Carbonarasoße.“

„Ach, deshalb. Ich mag nämlich keine Carbonara.“

Jetta machte ein betroffenes Gesicht. „Das ist ja blöd. Aber du isst es mit Sicherheit dennoch mit, weil ich mir viel Mühe gegeben habe, nicht?“

Finn wechselte einen Blick mit Nina, wandte sich dann mit einem aufgesetzten Lächeln an Ninas Oma. „Aber natürlich, Frau Hölzer.“

Marietta Hölzer lächelte zufrieden.

Jetta würgte Finn mit Absicht eins rein und dieser ließ sich nicht abschrecken, um den Fight zu gewinnen.

Die beiden waren schon eine Nummer für sich. Nebenbei siezte Finn Ninas Oma als einziger noch. Selbst Kathrins Freundinnen Sahra und Bianka duzten sie mittlerweile.

Finn beschwerte sich darüber aber nicht bei Jetta, um ihr nicht auch noch das Gefühl der Genugtuung zu vermitteln, sondern blieb stets übertrieben freundlich und bot keine Angriffsfläche. Anfangs war das anders. Er diskutierte und stritt ständig mit ihr und wollte sie rausschmeißen. Letzteres Ziel bestand nach wie vor, aber der junge Mann änderte seine Methoden.

Zu Mittag aßen sie zu fünft – Nina, Kathrin, Finn, Jetta und die hilfsbereite Sahra.

„Hat wirklich köstlich geschmeckt, Jetta. Vielen Dank, aber ich muss dann weiter an die Arbeit.“

„Immer wieder gern, Sahra.“

Finn stellte seinerseits seinen Teller zur Seite und trank sein Glas leer.

„Da ist noch etwas drin“, wies Jetta ihn zurecht.

„Ich bin so satt von den Spaghetti, die Sie so wunderbar köstlich zubereitet haben“, demonstrativ hielt er sich den Bauch. „Ich packe wirklich gar nichts mehr. Wirklich schade, dass die Soße übrigbleibt. Wollen Sie den Rest noch?“

Nina bedachte abwechselnd Jetta und Finn mit ihren Blicken und musste sich bei der übertriebenen Höflichkeit Finns ein Schmunzeln unterdrücken. Beide stierten sich für den Bruchteil einer Sekunde an. Finn würde nun sicher am liebsten spöttisch loslachen und Jetta ihn daraufhin nur allzu gern zurechtweisen, dass man seinen ganzen Teller aufaß. Alles andere war immerhin unhöflich dem Koch gegenüber – wie sie es aus der Elternstube gelernt hatte.

Doch beide spielten weiter ihre friedlichen Rollen und schluckten ihre Gedanken hinunter.

„Nein. Aber vielen Dank“, meinte Jetta dann.

„Gern“, erwiderte er überschwänglich, stellte Teller und Glas in den Geschirrspüler, um der alten Frau kein weiteres Ziel zu bieten und verschwand aus der Haustür.

Heute Nachmittag kam noch jemand vorbei wegen einem Auto, das sich Finn – der sich im letzten Jahr seiner Kfz-Ausbildung befand – mal anschauen sollte.

Kathrin verschwand zurück in den Stall zu ihrem Herzblatt Taboo, Sahra fuhr weg und Nina half ihrer Oma in der Küche.

Marietta fragte nach dem Vorfall vor zwei Monaten kein einziges Mal mehr nach dem Stand der Dinge zwischen Nina und ihrer Mutter. Was Nina sehr recht kam.

Später ging die junge Frau auf ihr Zimmer, schaltete den Laptop an und legte die seit damals beinahe vergessene Disc ins Fach ihres Geräts ein. Ein Fenster ploppte auf und Nina klickte es an. Was damals keinen Sinn ergab, machte es vielleicht diesmal.

Bilder von zwei Personen: Einer Frau und einem Mann in unterschiedlichen Lebenslagen. Dann unfassbar viel Text, den Nina überflog. Von Geburtsdatum und -ort, bis über Heirat und aktuellen Beruf fand sie dort alles, was man auch bei Gemeinden über die Menschen hinterlegte. Mit Sicherheit von einem geschmierten Beamten übermittelt.

Nina schätzte, dass es sich hierbei um ein weiteres Opfer handelte. Hat Nina den beiden hiermit das Leben gerettet, indem sie Kaleb damals diese Disc nicht zurückgab?

Sie holte die unbeschriftete CD heraus und hielt sie in Händen.

Die junge Frau sah sie lange an. Wohin damit?

Sie blickte sich in ihrem Zimmer um.

Ihr Blick fiel auf ihre Tasche, die sie zur Uni immer mitnahm. Nina steckte die CD zurück in ihre Hülle und beschloss sie in den Spind auf ihrer Arbeitsstelle zu legen, damit niemand unbefugt rankam. Wer wusste schon, wozu Kaleb alles fähig war.

***

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Woran arbeite ich aktuell?

Ich hab die erste Überarbeitung von Teil III ERLÖSUNG begonnen, zu dem es bald die erste Leseprobe geben wird …

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