AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN (14): Auszug 3

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Gewinnt auf Facebook ein signiertes Taschenbuch von AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN. Weiteres gibt’s hier!

Der neue Green Valley AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN ist jetzt endlich als E-Book erhältlich, das Taschenbuch folgt wie immer in den nächsten Tagen!

Aber nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen des letzten Auszugs aus dem Band & möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

*

2

Sahra sah durch das Fenster auf den Hof hinunter, auf dem Laura und Robin standen.

Missmutig beäugte sie die beiden und kam nicht drumherum, als von einem neuen Schwall der Eifersucht ergriffen zu werden.

Das plötzliche Geheul hatte sie neugierig ans Fenster treten lassen, dann beobachtete sie, wie Robin und Laura miteinander auf dem Hof standen und sich mit Sicherheit auch unterhielten.

Die erste Eifersucht, die sie glaubte erfolgreich bekämpft zu haben, überkam sie, als Laura sie anschrieb und von dem Zwiespalt zwischen Robin und sich berichtete. Sofort las sie zwischen den Zeilen, dass Robin sichtlich mehr beabsichtigte, als lediglich Freundschaft mit Laura. Und genau das hatte ihr einen entsetzlichen Stich versetzt!

Seit sie Robin kannte, und sie war ja die erste, die Bekanntschaft mit ihm machte, fand sie ihn sympathisch, sie versuchte in seiner Nähe zu sein, mit ihm zu reden und ihm all das irgendwie zu vermitteln. Doch die Reaktion, die sie sich in Bezug auf sich gewünschte hatte, schenkte er Laura – und die trat es offenbar mit Füßen.

Zu Sahras Glück natürlich. Niemand außer ihr wusste, dass sie insgeheim auf Robin stand, sie hatte noch nicht den Mut offen darüber zu sprechen, denn schließlich beruhte das Interesse nicht auf beiden Seiten.

Und mit diesem Bild, das sich ihr zeigte, würde sie den Gedanken nun abschließen müssen. Vielleicht überlegte es sich Laura, nahm sein Angebot an und sie würden eine Menge Zeit miteinander verbringen. Sahra stellte sich vor, wie sie nach einem gemeinsamen Tag auf die Ranch kamen, glücklich lächelnd und dann geschah es – sie küssten sich.

Allein der Gedanke erzürnte ihre Wut und Eifersucht.

Dann trennten sich die beiden auf dem Hof voneinander und Laura kam aufs Haus zu. Sie war gleich hier oben.

Sahra durfte sich nichts mehr anmerken lassen. Sie ging vom Fenster weg, schnappte sich die DVD und verließ Lauras Zimmer.

Unten hörte sie ihre Freundin, dann erschien sie auf der Treppe.

Hey!“, schlug Sahras Miene in ein Lächeln um. „Komm, wir machen es uns direkt unten im Wohnzimmer bequem.“

Okay.“

Lauras Lächeln sollte sie eigentlich glücklich machen – schließlich war das das Ziel ihres Kommens, aber in Verbindung mit dem was sie von Lauras Zimmer aus beobachtete, verfehlte es diese Wirkung.

Was war denn? Ich hab das Heulen gehört.“ Sahra versuchte mit aller Macht sich abzulenken. Sie wollte nicht derartige Gefühle für eine ihrer besten Freundinnen hegen – zumal Laura dafür nichts konnte.

Crash war da.“

Crash?“

Ja, der Wolf, der damals hin und wieder hier aufkreuzte.“

Ist ja ewig her. Du hast schon lang nicht mehr von ihm erzählt.“

Er war ja auch nicht mehr da seitdem.“

Sahra taxierte ihre Freundin, die im Wohnzimmer die Geräte einschaltete und zwei Decken für sie beide holte.

Und woher kommt der plötzliche Stimmungsumbruch?“

Laura zuckte mit den Schultern. „Liegt vielleicht an der Luft draußen. Es ist ein herrlicher Abend.“

Der letzte Satz schlug Sahra erneut nieder. Ein schöner Abend – wahrscheinlich weil sie sich mit Robin ausgesöhnt hatte, vielleicht hatten sie jetzt doch etwas verabredet.

Ihr drehte sich der Magen um.

Zusammen kauerten sie sich dicht nebeneinander auf die Couch. Die Komödie brauchte jetzt wohl vordergründig sie.

Sahra war die Nacht über geblieben, es wurde spät und so hatte sie mit Laura auf der Couch übernachtet.

Wach wurde sie, als sich Laura ruckartig bewegte und die Couch knirschte. Sahra setzte sich aufrecht hin, fühlte sich noch müde und so verschlafen.

Was ist?“, brachte sie in ihrem Dämmerzustand hervor.

Laura setzte sich nach vorne gebeugt hin, rieb sich die Augen und schüttelte den Kopf. „Nichts. Meine Eltern decken den Tisch fürs Frühstück, das hat mich geweckt. Isst du mit?“

Sahra nickte mechanisch. „Einen Cappuccino, bitte.“ Damit legte sie sich wieder hin und wollte noch vor sich hin dösen bis es soweit war.

Laura lächelte. „Nix da. Aufstehen!“ Sie stand auf und rüttelte Sahra unbarmherzig und lange.

Lass das, Laura. Ich bin so müde.“

Ja, aber wach, also steh auf bevor du wieder einschläfst.“

Sahra meckerte wortlos, nur mit einem grummelnden tiefen Laut aus ihrer Kehle.

Hörst dich ja bedrohlicher an als Crash“, grinste Laura.

Und das sollte dir an dieser Stelle eigentlich zu denken geben“, teilte sie verschlafen mit geschlossenen Augen aus.

Becky lugte ins Zimmer rein. „Frühstück, Mädels.“ Die Tür schloss sich wieder.

Also komm jetzt, Sahra.“

Ja ja“, meckerte sie weiter, drehte sich aber nicht um und machte auch ansonsten keine Anstalten aufzustehen.

Dann bekam sie ein Kissen ab.

Sahra öffnete seufzend die Augen. „Oh, Laura.“

Das war noch friedlich. Wenn du jetzt nicht aufstehst, gibt’s Krieg.“

Sahra drehte sich ihrer Freundin zu. „Krieg also, ja? Auch mit Bedacht deiner Niederlage? Die kann dich nämlich nur überkommen, wenn ich so müde bin.“

Können es ja gern drauf ankommen lassen“, grinste Laura frech. „Also?“

Noch fünf Minuten.“ Sahra drehte sich wieder weg, schloss noch für ein paar Sekunden die Augen.

Okay“, meinte Laura.

Dann traf Sahra wieder ein Kissen. Das Mädchen seufzte.

Ihr wurde die Decke weggerissen, was sie zum protestierenden Aufsitzen zwang. „Hey!“

Laura stand ihr gegenüber auf der Couch, bewaffnet mit zwei Kissen. „Steh jetzt auf!“

Sahra war gereizt darüber, dass man sie schon so früh am Morgen derart hetzen und scheuchen musste. Verschlafen und doch absolut planlos und verblüfft saß sie da, starrte Laura einige Sekunden entgegen und ließ dann den Kopf schmunzelnd sacken. „Das war dein Ernst mit dem Krieg“, schloss sie und fuhr sich unter den Augen die Konturen nach.

Klar, bei so etwas spaße ich sehr, sehr, sehr … sehr selten.“

Das kapierte Sahra an dieser Stelle auch. „Also gut, lass die Kissen fallen, wir gehen rüber.“

Geht doch.“

Sahra erhob sich schwerfällig.

Laura kam von der Couch, achtete nicht mehr weiter auf ihre Freundin und unterschätzte sie aus eben diesem Grund.

Sahra überfiel Laura von hinten, beide landeten sie wieder auf der Couch.

Was soll denn das?“

Was soll ich sagen: ich spaße sehr, sehr, sehr … sehr selten? War das so richtig?“

Womit denn?“

Ich sagte schon, dass du mich in diesem wachen Schlafmodus nicht nerven sollst, du würdest eine Niederlage erleben.“

Ach so, das bezog sich darauf.“

Ja, allerdings.“ Sahra ließ Laura noch nicht los, sondern schnappte sich eins der kleineren Kissen und schlug es ihrer Freundin sanft aber doch neckend wiederholend um die Ohren.

Laura schützte sich mit Händen und Füßen und dachte gar nicht mehr ans Frühstück oder daran sich zu rächen.

Sahra bemerkte nicht, wie die Tür aufging.

Darf ich mitmachen? Sieht lustig aus.“ Robin grinste.

Das Mädchen ließ Laura kurzzeitig lockerer, überrascht von seinem abrupten Auftauchen und ihrem kindischen Auftreten, das ihm hier zur Schau gestellt wurde.

Sahra richtete sich auf, fuhr sich durch die Haare, um sie weitgehend wieder zu richten. „Nein, wir … haben das schon geklärt.“

Ja, und das auf eine wirklich interessante Weise.“

Sahra konnte nicht anders, sie musste schmunzeln. Peinliche Aktion!

Sie sah auf Laura, die wieder stand, und das Chaos, das sie hier fabriziert hatten. Decken und Kissen flogen herum, lagen auf Couch und Boden. Der Wohnzimmertisch verschoben und mit Getränken und Chips voll, die DVD-Hülle lag neben dem Fernseher auf dem Boden.

Robin musterte das volle Ausmaß, das Sahra soeben auch scannte und nickte achtungsvoll. „Also ihr habt eine … wirklich interessante Vorstellung von Nachtleben.“

Laura und Sahra grinsten sich an.

Dankeschön“, sagte Laura stolz sich reckend. „Das Kompliment wissen wir sehr zu schätzen.“

Robin taxierte das blonde Mädchen kurz. „Ich sollte euch übrigens nochmal ans Frühstück erinnern.“

*

Wie geht’s weiter?

Der nächste Band DER HIMMEL ÜBER GREEN VALLEY ist fertig geschrieben, muss nur noch überarbeitet und korrigiert werden. Auf meinen Kanälen (hier – nämlich meinem Blog -, Facebook und mein Newsletter) werde ich berichten, wenn auch der erhältlich ist.

Der nächste Blogartikel erscheint am 02. September mit einem Auszug aus Band 15, wenn ihr darüber benachrichtigt werden wollt, könnt ihr gerne meinen Blog in der rechten Spalte abonnieren.

Zudem ist der Start einer neuen Reihe geplant …

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