VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (11): Auszug 8

gvs11-coverDie Rechte am Auszug des Manuskripts liegen bei mir!

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***

„Quatsch, Bianka. Er ist jetzt sauer, gut. Lass ihn sich abreagieren und dann sprecht ihr euch aus.“

Bianka schüttelte geistesabwesend den Kopf. „Nein. Das wird nicht mehr so schnell in Ordnung kommen. Mein Vater kann nicht verzeihen.“ Sie senkte den Blick. „Das hat er Benny auch nie.“

„Was?“

„Alles. Zuletzt auch, dass er ausgezogen ist. Das nimmt er sogar Lauras Eltern übel.“

Davon wusste Sahra, sowie auch von den kleineren und größeren Konflikten, die die Bunkmas mit Frank ausgefochten hatten.

„Mein Vater versteht mich einfach nicht. Ich kann ihm nicht sagen, dass meine Konzentration momentan ausbleibt, weil ich mir Sorgen wegen Benny mache. Ich bekomme gerade einfach nichts auf die Reihe. Ich schaffe es noch nicht einmal so besonnen wie früher zu bleiben, um nicht mit meinem Vater in Streit auszubrechen.“

Das war aber auch echt schwer, wenn der alte Sack mal so richtig in Fahrt war – dachte sich Sahra mit einem Seitenblick. Frank war wirklich keiner von der leichten Sorte.

„Ihm scheint alles egal zu sein, Hauptsache, er setzt seinen Willen durch. Da ist es unwichtig, ob die Familie unter Bennys Verschwinden leidet oder nicht – das interessiert ihn ganz einfach nicht!“, fuhr sie zum Schluss aus der Haut, stierte Sahra an und senkte dann kapitulierend den Kopf. „Ich hab ja immer angenommen, dass sich unter der Haut meines Vaters doch irgendwo ein weicher Kern verbirgt, aber mittlerweile bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.“

Sahra schaute ihre Freundin mitfühlend an. Sie konnte nur erahnen, wie schlimm es unter der Familienherrschaft Frank Schafsers zugehen musste, aber von Benny und jetzt auch Bianka wusste sie, dass es tatsächlich kein Zuckerschlecken war, und stellenweise einfach nur eine Strafe darstellte.

Bianka hob den Kopf, beobachtete ihre Freundin kurz abschätzend. „Ich weiß, dass es viel verlangt ist, aber kann ich vielleicht eine Weile hier bleiben?“

Sahra wog ab, wie sie dabei weiter vorgehen konnte. „An sich bist du immer willkommen, Bianka, aber meinst du, dass das jetzt eine Lösung ist?“

„Allerdings. Ich muss raus, brauche einfach mal meine Ruhe und muss mich abreagieren. Ich kann meinem Vater derzeit einfach nicht unter die Augen treten und ich weiß, dass er mich jetzt auch nicht sehen will.“

„Ich denke, meine Eltern werden auch nichts dagegen haben.“ Sahra schaute flüchtig über die Schulter, als ob sie durchs Fenster Carola und Rudolf sehen konnte.

„Das ist die nächste Bitte, die ich dabei an dich richten muss.“ Bianka atmete einmal durch. „Ich will nicht, dass irgendjemand von meinem Aufenthalt hier erfährt.“

Sahra lehnte sich zurück, wollte mit dem Kopf schütteln, seufzte dann aber nur. „Das kannst du nicht machen. Deine Familie wird sich Sorgen machen, sie werden dich suchen, vielleicht sogar zur Polizei gehen, wenn sie dich nicht finden können. Du solltest ihnen schon Bescheid sagen. Und meine Eltern? Die werden es ja auch erfahren.“

„Das sollen sie ja gerade nicht.“

„Aber warum?“

Bianka seufzte. „Wenn deine Eltern von mir wissen, werden sie die Auskunft irgendwann an meine Eltern weitergeben müssen.“

„Wie lange hattest du denn gedacht hier zu bleiben?“, erkundigte sich Sahra vorsichtig, weil ihr die Sache ein wenig zu heikel wurde.

Ihre Freundin zuckte mit den Schultern. „Mindestens übers Wochenende? Nächste Woche ist ja auch wieder Schule.“

Die Rotgelockte nickte verstehend, seufzte wieder und war mit sich am kämpfen. Die Situation, und welche Maßnahmen sie von ihr erforderten, gefiel ihr nicht. Biankas Eltern verschweigen, wo sich ihre Tochter aufhält? Sie in ihren Sorgen um sie einfach ertrinken lassen? Das konnte sie kaum verantworten – vor allem auch, weil es nicht nur Frank, sondern auch Susanne betraf. Und diese liebevolle Mutter hatte das absolut nicht verdient. Trotzdem dachte Sahra weiter darüber nach, sah Bianka über den Tisch hinweg an und nickte dann langsam. „Also gut. Übers Wochenende. Aber nur solange ich dabei kein schlechtes Gewissen hab, Bianka.“

Ihre Freundin nickte. „Danke, Sahra.“

„Aber wo willst du schlafen, wenn meine Eltern dich doch nicht sehen sollen?“

„Ich kann im Stall schlafen, es ist warm draußen.“

Sahra seufzte.

„Außerdem will ich Benny finden“, sagte Bianka entschlossen.

„Was?“

Sie nickte. „Du hast mich verstanden. Ich will ihn jetzt finden. Er soll mir ins Gesicht sagen, dass er nichts mehr mit uns zu tun haben will, vorher werde ich seinen Weggang nicht einfach hinnehmen.“

„Aber du weißt doch gar nicht, wo er sich aufhält.“

Bianka lächelte vielversprechend. „Noch nicht.“

***

Nun ist das komplette 1. Kapitel auf meinem Blog online. Und ab nächste Woche könnt ihr hier verfolgen, wie es in Band 12 weitergeht 😉

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