GREEN VALLEY SERIE: Das Anführerprinzip bei Tieren

>>Sahra stieß gegen Colour, die ebenfalls zwei Schritte zurück tat und ihrer Besitzerin entgegen schnaubte. Sahra spürte es. Ihre Stute orientierte sich an ihr, um in Erfahrung zu bringen, ob das, was soeben geschah, ernstlich gefährlich war.<<

(ALTES UND NEUES, Band 8)

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(Quelle: pixabay.com) Was könnte dieser Hund bloß wollen? 😉

Um es kurz zu machen: Jedes Rudel- oder Herdentier will seine Rangstellung haben. Man kann das ziemlich gut bei den eigenen Tieren beobachten.

Das Anführerprinzip

Der Anführer innerhalb eines Rudels/einer Herde hat die meiste Verantwortung und gibt den anderen Tieren an, was geschieht, wo es hingeht, etc. Um ein ausgewogenes Verhältnis zu seinem Tier aufzubauen (egal ob Hund, Pferd oder ein anderes Tier), ist es wichtig, dass der Mensch ganz klar den Rudel- oder Herdenanführer markiert. Der Mensch gibt an, was geschieht, wo es hingeht und so weiter.

Bei Angsttieren

Besonders wichtig ist die Umsetzung des Anführerprinzips, wenn ängstliche Tiere dabei sind. In diesem Fall Sahras Schimmelstute Colour. Ein ziemlicher Angsthase – im Nachhinein ist mir die Ähnlichkeit zu meiner Collie-Hündin aufgefallen.
Colour ist recht lebensfreudig, nicht gerade die Ängstliche, aber wenn ihr doch mal etwas nicht ganz geheuer ist, braucht sie jemanden, der sie führt, der ihr zeigt, dass das, was gerade passiert, nicht weiter schlimm ist.
Ebenso ergeht es mir mit meiner besagten Collie-Hündin. Ich hab sie jetzt seit September vergangenen Jahres, natürlich durch den Tierschutz vermittelt (wie sollte das bei mir auch anders sein 😉 ). Durch meine Trainingserfahrungen meiner Hunde, mit denen ich schon allerhand Probleme gelöst hab, konnte ich schon einiges bei ihr bewirken. Auch sie braucht in entsprechenden Situationen meine Führung, orientiert sich an mir, läuft hinter mir, um mir die Führung zu überlassen. Nun gut, manchmal will sie die Sache auch selbst in die Pfoten nehmen und eilt vor, dann nehme ich sie konsequent zurück und verleite sie dazu, hinter mir zu laufen. Allerdings ist es in jedem Fall besser, wenn sie es von sich aus macht. Um das zu erreichen, muss entsprechendes Vertrauen zum Menschen aufgebaut werden. Das erreicht man unter anderem dadurch, indem man viel Zeit miteinander verbringt, sich gegenseitig kennenlernt – das schließt auch ein, den Hund mitzunehmen, ihn in allen Lebenssituation an seiner Seite zu haben (wie z.B. im Urlaub – ohne wäre es für mich sowieso kein richtiger Urlaub 😉 ). Man sollte den Hund anschauen können und quasi seine Gedanken lesen können. Und andersherum.

Zum Ende des Blogartikels

Wow, da wollte ich ein wenig über das Problem mit ängstlichen Tieren gesprochen haben und dann bin ich doch so abgeschweift, dass es eher wie eine Trainingslektion für Hundehalter wirkt 😉 Sorry, war nicht beabsichtigt und so soll es auch nicht rüberkommen. Trotzdem hoffe ich, dass ich Euch das ein wenig verständlich darlegen konnte – das mit dem Anführerprinzip, wohlgemerkt 😉
Um den Artikel abzurunden: Derzeit überarbeite ich Band 11 aus dem Korrektorat, welcher noch diesen Monat erscheint. Danach geht’s für mich an die letzte Überarbeitung von Band 12 ehe das Manuskript ins Korrektorat wandert.

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