VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (11): Textauszug 4

Der Motorradfahrer (3).jpgDie Rechte am Text liegen bei mir. Folgender Text kann Fehler enthalten, bitte drüber hinweg lesen, denn es ist nicht die endgültige Fassung.

***

Laura schmunzelte, glitt aus dem Sattel und kam auf Jonah zu, sah zu ihm auf und fiel ihm in die Arme. Er drückte sie an sich.

„Schön mal wieder in Deutschland zu sein“, sagte er während er sie einfach nicht loslassen wollte.

„Ist Isa auch mit dabei?“ Sie versuchte einen Blick ins Innere des Autos zu werfen, in dem noch eine Person saß, die bislang nicht ausgestiegen war.

Jonah schüttelte den Kopf. „Isa, Mama und Papa sind zuhause in Amerika. Bin mit einem Kumpel hier.“ Er überblickte das Auto. „Pascal!“, rief er. „Sei nicht so unfreundlich und steig endlich aus.“

Die Autotür ging auf und noch so ein junger Wuschelkopf stieg aus.

Das Mädchen kam auf ihn zu. „Hey. Ich bin Laura.“

Der junge Mann lächelte. „Ich weiß. Jonah hat eine Menge über seine Verwandten erzählt.“

„Ach ja?“ Sie warf ihrem Cousin einen abschätzenden Seitenblick zu.

„Ja. Da war ich so gespannt euch mal persönlich kennenzulernen, dass ich kurzerhand mit Jonah die Deutschlandtour angetreten bin.“

Laura stemmte die Hände auf die Hüften. „Soso, eine ganze Tour also?“

„Klar. Außerdem hatte ich ein wenig Sehnsucht nach meinen deutschen Wurzeln.“

Laura nickte. Ihr Onkel Christian lebte mit seiner Frau Helen und seinen beiden Kindern Jonah und Isa in Amerika. Dorthin war er vor etwa zwei Jahrzehnten ausgewandert. Seither sahen sich die Familien nicht mehr so oft, umso überraschender, dass mit einem Mal Jonah Bunkma auf Green Valley stand.

Ihr Cousin schaute sich um. „Sieht echt toll aus hier. So ruhig“, er zuckte mit den Schultern, „wenn Laura nicht gerade über den Hof galoppiert.“

Sie knuffte ihn in die Seite. „Hey! Das hast du offiziell nie gesehen. Verstanden, mein Lieber?“

„Was genau meinst du?“

„Ach so und bei mir ist es egal?“, grinste Pascal.

Laura gab ihm mit einem Blick das Gegenteil zu verstehen.

„Wo sind Onkel Bob und Tante Becky?“

„Einkaufen.“

In dem Moment fuhr ein Auto auf den Hof, diesmal war es der bekannte Ford Mondeo, der neben dem Leihwagen von Jonah zum Stehen kam.

Verblüfft stiegen ihre Eltern aus, sahen den dreien entgegen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Bob hielt sich am Autodach fest. „Schatz, ich habe eine Fatamorgana.“

Becky lachte und auch Laura und Jonah konnten es sich nicht verkneifen.

„Immer noch der alte Spaßkopf“, meinte Jonah kopfschüttelnd. „Schön, dass sich das nie ändern wird.“

Bob kam um seinen Wagen, stierte seinen Neffen dabei an, blieb vor ihm stehen und betrachtete ihn von unten nach oben. „Das glaube ich ja nicht. Und gewachsen ist er auch noch.“ Er umarmte ihn freudig und dann fiel sein Blick auf den zweiten jungen Mann. „Das ist aber nicht Isa.“

„Gut erkannt, Herr Bunkma.“ Pascal kam schmunzelnd vor. „Ich bin Pascal Brown.“

„Ein gebürtiger Ami?“, riet Bob.

Pascal nickte.

„Woher kommt das perfekte Deutsch?“

Der junge Mann zeigte auf Jonah. „Er hat mich für die deutsche Kultur und die Sprache fasziniert. Es ist unglaublich schön hier.“

„Ja, hat schon was“, meinte Becky dahin und reichte Pascal ebenfalls die Hand, umarmte ihrerseits ihren lange nicht mehr gesehenen Neffen und lud alle ins Haus ein. Alle außer Button – die wurde nämlich von Laura versorgt.

*

***

Nächste Woche gibt’s einen Perspektivenwechsel, wie mein * zum Textschluss bereits verrät 😉

ERSCHEINUNG Band 11: Oktober/November 2016
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