HINTER DEM HORIZONT (10): Textauszug 4

Der Motorradfahrer (2).jpg

Quelle: pexels.com

Ihr wisst ja noch, dass letzte Woche der Auszug damit endete, dass Sahras Handy klingelte. Dann lest heute weiter, um zu erfahren, wer anruft und warum!

Das Manuskript befindet sich noch im Korrektorat, also bitte über die Fehler hinweglesen!
Die Rechte am Text liegen allein bei mir!

***

„Sorry.“ Sie angelte nach dem Phone in ihrer Hosentasche, sah auf das Display und nahm ab.

Laura wusste, dass wieder ein neuer Arbeitsauftrag erfolgte. Sahra war mittlerweile mehr als nur ziemlich eingespannt. Sie brachte Schule, ihren Job auf dem Düllmenner Hof und ihr Interesse fürs Pferdetraining unter einen Hut – problemlos, wie es den Anschein erweckte.

„Was?“

Laura sah ihre Freundin mit den roten Locken an.

„Das ist nicht wahr!“

Sie versuchte die eingefallene und zugleich verzogene Miene ihrer Freundin zu lesen.

„Seit wann?“ Das Mädchen nickte. „Ist gut. Bin gleich zuhause.“ Sie legte auf, schnaubte und steckte ihr Handy weg. „Das glaube ich ja alles nicht.“

„Was ist denn los?“

„Das wirst du mir nie glauben.“ Sie sah Laura eine Weile an, schien zu überlegen, wie sie ihrer Freundin am besten mitteilen konnte, was sie nun derart aufregte. Sie trat gegen einen imaginären Sein, der ihr im Weg zu sein schien und hielt auch ansonsten den Blick auf den Boden gerichtet.

„Na komm schon, Sahra.“

Sie seufzte und hob den Blick, dann stieß sie ein ungläubiges Lachen aus. „Das ist wirklich … lächerlich. Meine Mutter hat … Nein, ich hab falsch begonnen. Anscheinend war bei uns auf dem Hof jemand zu schaffen, denn uns wurde ein Pferd gestohlen.“

„Wie bitte?“ Laura glaubte dem zuerst nicht. Das geschah doch nicht hier im ruhigen Chiemgau. „Gestohlen?“

Sahra nickte. „Wie es aussieht heute Nacht.“

„Und ihr habt nichts bemerkt? Moment! Woher wollt ihr dann wissen, dass es gestohlen wurde? Vielleicht ist es einfach ausgebüxt.“

Ihre Freundin strich sich eine lockige rote Strähne aus dem Gesicht und schüttelte den Kopf. „Mein Vater ist heute Nacht von Motorengeräuschen wachgeworden, hat sich dabei aber nichts gedacht, bis es dann wieherte. Da war er mit einem Mal hellwach und stand am Fenster. Aber zu spät, weil sich der Wagen dann schon wieder entfernt hatte.“

Laura folgte dem Gesagten, versuchte es einzuordnen.

„Bis vorhin war noch nicht einmal klar, dass uns da ein Pferd gestohlen wurde. Wir haben angenommen, dass sich jemand verfahren hatte und dann auf dem Hof drehte. Erst gerade ist meiner Mutter das geflickte Loch im Zaun aufgefallen, das sie reingeschnitten und wieder zusammengeschweißt haben. Außerdem fehlt das entsprechende Pferd. In Verbindung mit den Hufabdrücken, die bis zu diesem beschädigten Zaun führen, noch zwei Meter darüber hinaus und dann plötzlich da enden, wo Reifenspuren beginnen …“ Sie zuckte mit den Schultern, steckte ihre Hände in die Hosentaschen. „Sieht mittlerweile ganz schön nach einem Pferdedieb aus.“

Laura schüttelte den Kopf, atmete die angespannt angehaltene Luft aus und wollte alles einordnen. „Und was nun?“

Sahra seufzte. „Keine Ahnung. Meine Eltern sind auf dem Weg zur Polizei. Ich soll zurück auf den Hof und quasi aufpassen, dass nicht noch was passiert.“

„Ihr denkt, dass die zurückkommen?“

„Ich eher nicht. Die müssen nämlich damit rechnen, dass wir Vorkehrungen treffen – zumindest wenn sie ein wenig schlau sind. Meine Eltern befürchten es allerdings schon.“

Laura schluckte. „Ein Pferdedieb“, entkam es ihr ungläubig, denn sie hatte immer noch an dieser Nachricht zu knacken. „Hier im Chiemgau.“ Sie schüttelte den Kopf. „Sorry, Sahra, aber das hört sich alles so weit entfernt an.“

„Geht mir irgendwie auch so. Ich werde mal zum Hof fahren und mir diese Stelle anschauen, die meine Mutter gefunden hat.“

„Kann ich mitkommen?“

„Einfach so?“

„Einfach so“, lächelte Laura und zuckte mit den Schultern.

„Willst du nicht lieber den Schmiedlehrling im Auge behalten, damit er nicht wieder Quatsch macht.“

Laura verdrehte die Augen. „Vielen Dank auch. Ich hatte ihn schon wieder vergessen.“

„Gern geschehen. Also gut. Dann lass uns fahren.“

***

Ich baue darauf, dass HINTER DEM HORIZONT bald erscheinen kann, denn meine liebe Korrektorin war ein paar Wochen lang krank und fiel aus. In der Zwischenzeit habe ich weiter an Band 11 (endlich mit einem Titel ausgestattet: VERHÄNGNISVOLLER BESUCH) gearbeitet, so habe ich den nämlich letzte Woche an meine Korrektorin übermittelt und kann mich nun dem Schreiben an Band 12 widmen. So weit mein Arbeitsstand momentan.

ERSCHEINUNG: Juli 2016
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