Musik zum Text (2): Mustafa in RUF DER ZEIT

frontcover-neu-rdzDas neue Cover von RUF DER ZEIT.

Diesen Blogartikel gibt es zur Erscheinung der neuen Version von RUF DER ZEIT.

Ein signiertes Taschenbuch dazu verlose ich ab dem 10.06.16 auf Facebook. Macht doch bis zum 22.06.16 mit!
Momentan läuft noch das Taschenbuch-Gewinnspiel zu FEUER UND WASSER auf Facebook. Gleich mal vorbeischauen!

Im letzten Blogartikel („Musik zum Text (1): Shadia in RUF DER ZEIT„) stellte ich Euch eine Stelle mit Shadia vor, diesmal lasse ich Mustafa zu Euch sprechen. Ihr wisst ja: Text lesen, Musik anhören und das Kopfkino seinen Lauf nehmen lassen.

Die Rechte am Text liegen bei mir!

***

(Aus Kapitel 14)

Mustafa al Mawadi fühlte sich mehr als nur schlecht.
Er hatte es Rayhan versprochen. Und was tat er jetzt?
Er hatte nichts gelernt. Kein bisschen. Vor Verantwortung lief er noch immer weg.
Dabei fehlte ihm Shadia. Obwohl sie so ruhig, unscheinbar und kaum da war – durch ihre stille Art bedingt -, glaubte er, dass er den größten Teil von sich bei ihr zurückgelassen hatte. Als hätte er etwas vergessen. Hatte er auch – nämlich Shadia!
Die junge Frau fehlte ihm entsetzlich. Seine Gedanken kreisten nur um sie. Und um ihre Empfindungen. Wie musste sie sich jetzt fühlen, nachdem auch er sie verlassen hatte? War sie wütend, verletzt oder einfach nur traurig? Vielleicht auch alles zusammen?
Sein Rappe trabte vor sich hin durch die Wüste.
Sein Ziel war klar.
Leider war unklar, was danach geschehen würde.
Abrupt bremste Mustafa seinen Hengst, rutschte aus dem Sattel und ließ die Zügel durch die Hand gleiten, bis sie schließlich in den Sand fielen.
Er richtete sein Antlitz zu Boden. Beobachtete den Staub, als säße er vor dem Fernseher.
Seine Gedanken hatten ihn wieder überrannt. Shadia.
Blitzschnell ließ er sich auf die Knie fallen, schlug mit der rechten Faust in den Sand und stieß einen eigenartigen Schrei aus. Er sprach von Schmerzen, nicht den körperlichen, sondern den seelischen. Mustafa hatte sie sich selbst zugefügt. Und Shadia hatte er damit auch bestraft.
Wutentbrannt schlug er wieder und wieder in den Sand ein.
Warum verschwanden sie denn nicht?
Abermals schlug er mit zusammengebissenen Zähnen in den Sand.
Warum gab es dafür keinen Knopf oder einen Schalter? Irgendetwas! Hauptsache, es hörte endlich auf!
Wie aufs Stichwort sackte er in sich zusammen. Sein zorniges Gesicht wich der Ahnungslosigkeit, der Leere.
Sie war immer bei ihm. Immer. Überall sah er ihr Gesicht. Dieses wunderschöne Gesicht. Die welligen Haare. Ihre Augen, die sie immer demutsvoll verstecken wollte. Ihr Gesicht, wenn sie ihm ohne Kopftuch gegenübergetreten war.
In Gedanken sah er sie vor sich. Wie in einer Fata Morgana. Irgendwie beruhigte ihn das Bild. Mustafa sah ihm entgegen.
Es sollte zeigen, was er ohnehin schon wusste: Sie war stetig mit ihm.
Shadia ließ ihm einfach keine Ruhe. Er vermisste sie.
War das etwa Liebe? Fühlte sie sich so schön an und zugleich so schmerzhaft?
Ja, das ist Liebe!, antwortete ihm eine Stimme in seinem Kopf. Genau das.

***

 

Und nächste Woche?

Es wird meine Green Valley Leser freuen, denn nächste Woche, am 11.06., erscheint wieder wie gewohnt ein Textauszug meines aktuellen Projekts. Diesmal aus HINTER DEM HORIZONT – vielleicht sogar mit Überlänge als kleine Entschädigung, dessen bin ich mir noch nicht ganz sicher. Was meint Ihr?

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