VERSPROCHEN IST VERSPROCHEN (9): Textausschnitt 6

cover gv9.jpgZu Beginn: VERSPROCHEN IST VERSPROCHEN ist seit dem 09.05. als E-Book und Taschenbuch exklusiv bei Amazon erhältlich.

Auf Facebook könnt Ihr bis zum 18.05. ein signiertes Taschenbuch davon gewinnen. Gleich mal nachschauen!

Vielen Dank, dass Ihr auch bei meinem letzten Auszug aus dem 9. Band der GREEN VALLEY SERIE vorbeischaut. Diese Woche beenden wir das erste Kapitel 😉

Wie immer liegen die Rechte am Text ausschließlich bei mir!

***

„Laura!“, rief Bob nach ihr, aber das Mädchen ignorierte es und lief schnell aus dem Haus.

Wahrscheinlich ging es um die Welpen, er wollte noch ein paar Infos zu ihnen haben. Dennoch strebte sie den Weg zur Weide an. Dort trieb es sie immer hin, wenn sie Ruhe brauchte oder alleine sein wollte. Ihre Beine schlugen den Weg immer ganz automatisch ein.

Am Weidegatter blieb sie stehen, schaute auf die Wiese, dahinter das Gebirge des Chiemgaus. Die Bäume, die nun im Frühling wieder blühten und diese Windbrisen, die den kommenden Sommer mitbrachten, waren pure Erholung für das blonde Mädchen.

Nun stand sie hier. Hatte einem Hundewurf möglicherweise das Leben gerettet und durfte ihn noch nicht einmal besuchen. Die Infos, die sie von Susi bekam, waren ihr einfach zu spärlich. Laura musste nochmal nachhaken. Am besten bei Bianka. Aus ihr würde sie mehr herausbekommen, das wusste das Mädchen.

Button lief gerade ein paar Schritte und knabberte währenddessen am Boden herum, graste hier mal, hob dann den Kopf und suchte Rocky Star. Der kleine Megastar Green Valleys tobte sich gerade aus, rannte um Amigo, flitzte in einem respektvollen Abstand an Sun vorbei und hielt bei der Quarter Horse Stute Brownis Goal. Die sah kurz auf, schnüffelte an ihm und graste weiter.

Der kleine Rocky wollte so schnell aber nicht aufgeben und schubste die braune Stute ziemlich frech an. Von weitem sah es für Laura so aus, als würde sie ihn anschnauben. Er neckte sie weiter, wusste, dass gleich das Eis brechen würde und schubste sie immer weiter an, machte ihr dabei klare Spielangebote, indem er um sie herumsprang. Die eher zickig veranlagte Stute gab das Grasen auf und sah dem kleinen Wildfang neugierig nach, drehte sich ein wenig, um ihn weiter im Auge zu behalten und wieherte schrill, als das Fohlen sich ein Stück von ihr entfernte. Sie schnaubte, schüttelte ihre Mähne und setzte sich im Leichttrab in Bewegung, spurtete hinter Rocky her und war tatsächlich gewillt mit dem Kleinen zu spielen.

Laura lehnte sich ans Gatter, sah den beiden lächelnd zu und konnte nicht fassen, dass die zickige Diva einem Spiel zugestimmt hat. Aber sie konnte es nicht leugnen, dass sich die beiden ziemlich gut zu verstehen schienen.

Rocky bewirkte einiges in der Herde. Schon längst hatten ihn alle akzeptiert. Allerdings ging er stellenweise ziemlich frech vor, wie gerade eben, als er Browni eher dreist zum Spielen gezwungen hat. Aber die Stute schien Gefallen daran zu finden und tobte mit dem Kleinen eine ganze Weile über die Weide. Rocky hatte seinen Spaß, Browni war glücklich und Button sah dem Treiben interessiert zu, machte dabei keine Anstalten ihrem Fohlen nachzueilen oder mitzuspielen. Sie war eben doch eher die Gemütliche.

Der Zusammenhalt und das Herdenleben bei Pferden war wirklich interessant. Sie halfen und vertrauten sich. Klar gab es hier und dort mal ein paar Auseinandersetzungen oder Zickereien, aber im Großen und Ganzen konnten sie sich alle aufeinander verlassen. Das machte Pferde zu einer ganz besonderen Familieneinheit, wie Laura fand.

Sie hätte noch ewig hier stehen und zuschauen können.

 

2

Benny saß im Büro am Schreibtisch und stützte seufzend seinen Ellenbogen auf den Tisch, während er gebannt den Text auf dem Computermonitor las.

Er presste wütend die Lippen aufeinander und schüttelte fassungslos den Kopf. Draußen wurde es dunkel.

Die Neuigkeit über die illegale Wolfsjagd erschütterte ihn nicht nur, nein, irgendwie fühlte er sich persönlich angegriffen, als wollte man ihm etwas sehr Kostbares nehmen. Er konnte es sich nicht erklären, aber dieser Wolf hatte es ihm einfach angetan – und dabei gab es dafür noch nicht einmal einen triftigen Grund. Er hatte ihn lediglich zweimal gesehen. Danach war das Tier ebenso spurlos abgetaucht, wie es auf der Ranch erschien. Und nun war er wieder da.

Komische Zufälle gab es.

***

Nächsten Samstag, den 21.05., wird es hier auf meinem Blog einen Artikel der Kategorie „Buchhintergründe“ geben. Das Thema? Es wird ein wenig um Tierpsychologie gehen.

Hört sich interessant an? Dann würde ich mich freuen, wenn Ihr mir nächste Woche wieder einen Besuch abstatten würdet.

Mein momentaner Arbeitsstand

Ich hänge ein wenig in meinem Zeitplan hinterher, bin aber mit dem Schreiben an Band 10 HINTER DEM HORIZONT letztes Wochenende fertig geworden. Statt es allerdings direkt zu überarbeiten lasse ich meinen Fluss des Schreibens direkt in Band 11 weiterfließen. In diesem Sinne habe ich schon die Hälfte des zweiten Kapitels geschrieben 😉

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