AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN (14): XXL-Auszug 2

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Lange ist es her seit der letzte Auszug hier erschien. Heute geht’s weiter, das Ende des ersten Kapitels.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen & möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

*

Das Mädchen nahm das Handy auf:

Weiß nicht genau warum Robin so drauf war.

Freut mich für dich wegen dem Kurs. Schön, dass momentan alles reibungslos funktioniert. Du dürftest ja dann bald soweit sein, dich als Pferdetrainerin selbstständig machen zu können, oder?

Mal schauen. Ich melde mich nochmal wegen dem Fernsehabend.

Zumindest Sahra hatte momentan keine Schwierigkeiten. Ihre Ausbildung zur Pferdetrainerin, die sie anstrebte, verlief derzeit gut, das Miteinander war kein Problem, ihr Kontakt zu Mike Nenzer bestand nach wie vor und auch ansonsten strahlte sie eine glückliche Art aus, die Laura ihr von Herzen gönnte.

Bianka schien sich auch endlich von Bennys Verschwinden ein wenig erholt zu haben, denn sie machte einen gelösteren Eindruck. Natürlich nagte es nach wie vor an ihr, dass sie nicht wusste, was mit ihrem Bruder passiert war, aber die Zeit heilte eben doch so manche Wunden, wenn auch nur oberflächlich.

Ihr Handy piepste.

Laura! Mittagessen ist fertig”, rief ihre Mutter nach oben.

Das Mächen ließ ihr Handy liegen und ging nach unten.

Das Essen verging eher schweigsam. Robin und sie sprachen nicht und blickten sich nur hin und wieder unsicher an.

Becky und Bob redeten über den Tag, die anstehenden Aufgaben und was ab morgen, wenn die Kinder kamen, auf sie zukommen würde. Freizeitbeschäftigungen, Reitstunden, Ausritte und nebenbei wollte vor allem Becky auch Wissen über Pferde, den Umgang mit ihnen und die richtige Pflege vermitteln, um Green Valley einen kompetenten und professionellen Status zu geben.

Gerade Lauras Mutter war ja bestrebt darin Green Valley groß aufzuziehen beziehungsweise die Ranch zu ihrer sicheren Lebensexistenz zu machen. Bei den vielen Ausgaben gar nicht so einfach, vor allem dann nicht, wenn unvorhergesehene Rechnungen und Zahlungen ins Haus flatterten, wie es immer mal wieder der Fall war und ihnen ihr Finanzpolster erheblich verdünnte.

Die anstehende Reiterwoche brachte natürlich wieder einen guten Umsatz.

Bob legte sein Besteck zur Seite, hatte seinen Teller leer gegessen. Die Küche wurde ungewöhnlich still. Unangenehm ruhig, wie Laura empfand.

Ihr Vater sah zwischen ihr und Robin hin und her, runzelte für sich die Stirn und warf seiner Frau einen Blick zu. “Was habt ihr beide ausgefressen?”

Laura und Robin sahen ihn an, dann sich gegenseitig und schließlich wieder Bob.

Warum?”, fragte Robin gegen.

Weil ihr so still seid. Schlechtes Gewissen oder habt ihr Ärger?”

Weder noch.” Robin stand auf, nahm seinen Teller und stellte ihn in die Spülmaschine.

Wieso glaube ich dir das nicht?”

Vielleicht, weil sich Laura dazu noch nicht geäußert hat?” Robin deutete auf sie. “Sag doch auch mal was.”

Was denn? Ist doch alles okay, bin nur müde. Waren anstrengende Wochen.”

Bob nickte, sichtlich nicht ganz zufrieden mit dieser einfachen und nicht glaubwürdigen Antwort.

Wenn es nur das ist, ist es okay.”

Seine Tochter nickte, stand ihrerseits auf und brachte ihr Geschirr weg, ging dabei blicklos an Robin vorbei, der noch neben der Spülmaschine lehnte und das Vater-Tochter-Ding eingehend studierte.

Er öffnete ihr die Maschine und stieß sich von der Armatur. “Ich geh dann mal rüber.”

Ja, genieße noch deine beiden freien Tage, ab übermorgen gibt’s auch für dich mehr zu tun, junger Mann.”

Robin schmunzelte ansatzweise, erhob den Daumen. “Genau das was ich hören wollte, Bob.”

Ich weiß.”

Laura ging nach oben, fuhr den PC im Büro ihrer Eltern hoch und checkte ihre Accounts, allen voran die Mails.

Hannah hatte geschrieben, einen etwas längeren Bericht über ihre momentanen Umstände, dann fragt sie an, ob sie vielleicht in den nächsten Ferien kommen könne – vielleicht auch mit Elena, sie würde mit ihr nochmal sprechen.

Laura lehnte den Ellenbogen auf den Scheibtisch, dachte daran, als ihre beiden alten Freundinnen das letzte Mal auf Green Valley waren. Ganz plötzlich und unangemldet standen sie vor ihr. Laura und Benny kamen gerade aus dem Stall, es war der Tag, der Morgen, Rockys Geburt. Es war eine nervenzerrende Nacht gewesen, dort hatte Benny Laura das erste Mal geküsst …

Das Mädchen wandte sich dem Text zu.

Sie verband zu vielen Erinnerungen auf Green Valley mit Benny – aber das war wohl kein Wunder. Sie hatten viel Zeit miteinander verbracht.

Dann begann sie loszutippen.

Laura würde sich sehr freuen, wenn die beiden kommen würden. Sie könnten zu dritt, vielleicht sogar zu fünft – mit Sahra und Bianka – ausreiten und viel zusammen unternehmen. Sie stellte es sich sehr schön vor, hoffte gleichzeitig, dass sich die vier untereinander diesmal besser verstehen würden als das letzte Mal.

Irgendwann, als sie alles erledigt zu haben glaubte, starrte sie auf den Bildschirm und wurde sich erst jetzt bewusst, dass es mittlerweile schon dunkel geworden war.

So war das, wenn man dem Winter entgegenkam. Es wurde früher dunkel.

Laura fuhr den PC runter und ging in ihr Zimmer. Ihr Blick fiel auf ihr Handy, das nach wie vor auf dem Nachttisch lag.

Sie öffnete Sahras Nachricht:

Der kriegt sich auch wieder ein.

Ja, fast hab ich es geschafft. Mir fehlt eigentlich nur noch die endgültige Qualifzierung. Die Kurse, die ich dafür vorlegen muss, hab ich fast alle durch. Bin schon aufgeregt, bald wird’s ernst 😉

Ich komm nachher mal vorbei und bringe dich auf andere Gedanken. Du gefällst mir so ja gar nicht. Bin um acht bei dir. Bis nachher!

Laura seufzte. Wie kam sie denn da wieder raus? Sahra wollte einfach vorbeikommen. Wie sollte sie sie noch abwimmeln?

Dann starrte sie auf die Uhranzeige, die in der oberen Ecke des Display erschien: 19:47 Uhr.

Ihre Augen weiteten sich.

Sahra dürfte schon unterwegs sein, jeden Moment war sie hier. Laura kam aus dieser Sache heute Abend wohl nicht mehr raus.

Dann ertönte ein Automotor auf dem Hof, Laura ging ans Fenster. Die Scheinwerfer des silbernen Opel Astras leuchteten hell in der beinahe völligen Dunkelheit.

Dann piepte ihr Handy. Laura sah drauf:

Bin da!

Laura schaute auf das Auto hinunter. Sahra stieg aus, schaute am Haus hoch und erkannte Laura, die im Licht ihres Zimmers am Fenster stand, das Handy noch in der Hand haltend.

Ihre Freundin winkte. Erzwungenermaßen reagierte Laura genauso.

Dann begab sich Sahra zur Haustür.

Unten ging es leise zu, weswegen Laura nichts hören konnte. Weder Sahra, als sie reinkam, noch wer ihr öffnete oder was geredet wurde.

Dann hörte sie das Knarren der Treppen und schließlich eine der Dielen im Flur. Es klopfte.

Die Tür öffnete sich und Sahra stand in der Schwelle, lächelte ihre Freundin an. “Na du?” Sie blickte sich im Zimmer um. “Was machst du denn?”

Laura lehnte sich gegen die Heizung unterhalb ihres Fensters, steckte das Handy weg und wandte sich ihrer Freundin zu, deren Auftreten immer allein schon durch ihre roten Locken in Szene gesetzt wurde.

Zudem trug sie eine graue Jeans, einen schicken Pullover und schwarze Stiefel. Die Haare hatte sie sich heute zu einem Zopf hochgbunden, wobei sich einige Strähnen frech süß um ihr Gesicht legten, das sie nur dezent schminkte.

Laura ließ den Blick durch ihr Zimmer schweifen. “Na ja, also ich bin nicht gerade voll beschäftigt momentan”, wich sie versuchsweise aus.

Das seh ich.”

Sahra nickte, machte selbst mit einem Mal eine eingefallene Miene, die Laura leicht irritierte. Beinahe schien es, als wäre das Lächeln ihrer Freundin davor nur gestellt gewesen.

Sollen wir einen Film schauen?”

Laura ging im Kopf ihre Filme durch, hatte eigentlich wenig Lust auf einen Filmabend, dafür war sie doch zu erledigt und müde, aber sie konnte Sahra jetzt nicht einfach stehen lassen, wenn sie sich schon die Mühe machte und vorbeikam, weil sie sich anscheinend um Laura gesorgt hat.

Dann such du ihn aus”, entschied Laura und deutete zu ihrem Filmregal.

Mal schauen.” Sie ging hin, kniete sich davor und ging es durch. “Mal schauen. Soll es düster sein oder heiter?”

Laura zuckte mit den Schultern. “Egal.”

Okay, dann sollte vielleicht doch eine gute Komödie her, die dich wieder so richtig aufheitert und zum Lachen bringt.” Sahra studierte weiter das Sortiment an Filmen. “Wie wäre es mit dem hier: Das Leben schenkt nicht immer Rosen und Pralinen? Mit Carry McLeon und Dan Cooper, der muss ja einfach cool sein. Was meinst du?”

Laura kannte den Film natürlich. Und Sahra hatte Recht: Coopers Rolle als charmanter, charismatischer Pechvogl kam vor allem durch seine schrägen Humor- und Schauspieleinlagen zur Geltung. Deshalb nickte sie.

Sahra hatte sie überzeugt. Ein wenig Ablenkung tat ihr tatsächlich momentan ganz gut.

Dann mach du unten im Wohnzimmer schon alles fertig und ich schau nochmal eben nach den Pferden.“

Ist gut. Mach nicht zu lang.“

Laura brachte wirklich ein ernst gemeintes Lächeln zustande und ging an Sahra vorbei aus ihrem Zimmer. Unten zog sie sich schnell ihre Stiefel an, die Jacke, zog sich die Kapuze über, um sich ein wenig vor der nächtlich angehenden Kälte zu schützen und trat vor die Tür. Das Licht schien aus einigen Fenstern und erhellte den Hof um das Haupthaus herum ein klein wenig.

Laura atmete die kalte Luft tief in ihre Lunge ein und ließ sie wieder entweichen. Sie schaute sich um, von der Hofeinfahrt zur Scheune zum daneben stehenden Stall und der darin liegenden Sattelkammer über die Weide dahinter, die sich in etwas weiterer Entfernung vor dem Mädchen auftat, wobei sie nur noch den vorderen Zaun und das Gatter erkennen konnte, alles andere lag zu weit weg. Zu ihrer linken Seite lag direkt der Round Pen, den Becky für die Reitstunden nutzte, sowie Laura momentan für ihr Longentraining mit Rocky, oder wenn sie Bodenarbeit mit Button verrichtete. Dahinter war Robins kleines Häuschen, ehemals Bennys, und daneben war direkt nochmal eins, welches für die Ferienkinder war, wenn sie, wie es in der kommenden Woche der Fall war, zu Besuch kamen. Das letzte für die Kinder hatte den Vorteil, dass man, wenn man das Haus verließ beziehungsweise aus dem Fenster sah, direkt auf die Weide blickte, man war also mitten drin im Pferdegeschehen.

Das Mädchen machte langsame Schritte vorwärts, bewegte sich in Richtung der Weide und blieb mitten auf dem Hof stehen.

Sie verbarg das Gesicht im Kragen ihrer Jacke und nahm diese Wärme in sich auf.

Laura schloss die Augen und genoss diesen ruhigen, für sie harmonischen und endlich wieder friedvollen Moment. Sie kostete ihn aus, sog ihn förmlich wie die Luft ein und wurde mit einem sie befreienden Gefühl belohnt, welches sie sogar lächeln ließ.

Jetzt war wieder alles so, wie es sein sollte.

Das Gebüsch raschelte.

Laura wirbelte erschrocken herum, schaute ich um, konnte aber im Dunkeln nichts ausmachen. Lediglich die Äste schlugen aufeinander, als sich daran anscheinend jemand vorbei mogelte.

Gebannt vom Augenblick versuchte Laura zu erkennen, wer oder was es war. Schließlich wollte sie eine Begegnung mit einem der Wildschweine ausschließen.

Dann heulte nur ein paar Meter neben ihr etwas auf.

Ein Wolf!

Laura versuchte den Wolf in ihrem Gedächtnis zu speichern, sowie die Tatsache, dass er wieder auf Green Valley war.

Crash.

So hatte Benny ihn damals genannt.

Laura hatte Crash kurz nach Bennys Verschwinden das letzte Mal gesehen und nun war er wieder da. Anscheinend immer noch allein. Benny hatte ihr verraten, dass Jungwölfe etwa im Alter von zwei Jahren ihr Elternrudel verließen, um sich einen Partner zu suchen und mit dem ein eigenes Rudel, bestehend aus den eigenen Jungen, gründeten. Die Tatsache, dass der Wolf mittlerweile dann schon mindestens drei Jahre alt sein musste und noch keins hatte, irritierte sie ein wenig.

Wenn sie sich anstrengte, glaubte sie trotz der Dunkelheit seine Umrisse auszumachen. Sie hatte keine Angst mehr vor ihm, hatte Benny auch nie vor ihm, weshalb sie ruhig dort stehen blieb und ihm entgegensah.

Laura hörte ihn scharren, kleine Kieselsteine auf dem Hof rollten, was bedeutete, dass sich Crash auf Green Valley bewegte. Sie hoffte, dass er näher kommen würde, doch so lang sie auch dort stehen blieb und sich friedfertig verhielt, er wollte sich ihr nicht nähern. Das Mädchen respektierte dies und neigte kapitulierend den Kopf.

Wieder heulte Crash auf, dann rollten erneut Kieselsteine und die Äste schlugen aufeinander.

Laura spürte den Verlust seiner Anwesenheit und wusste, dass er weg war. Trotzdem blieb sie gebannt vom Augenblick dort stehen und schaute in die Dunkelheit, so als würde er zurückkommen. Doch er würde nicht kommen, er war gegangen und immer wenn das geschah, kam er nicht so schnell wieder. Er ließ sich Zeit, durchstreifte von Zeit zu Zeit immer wieder sein Gebiet und grenzte es markierend von den anderen ab.

Sein Erscheinen hier führte Laura vor Augen, dass Crash sein Territorium noch immer um und sogar auf Green Valley hatte. Sie wusste nicht warum, aber sie empfand das als einen schönen und vor allem auch beruhigenden Gedanken. Sie wusste, wie viel dieser banale Wolf Benny bedeutet hatte und das durch Crash ein Teil von Biankas Bruder hier geblieben war, ließ sie voller Wärme zurück.

Was war das?“

Laura reagierte sofort auf Robins Stimme, der aus seinem Haus kam.

War das Bandito, der geheult hat?“

Nein“, sagte sie ruhig, ließ sich Zeit mit der Antwort. „Das war Crash.“

Wer ist Crash?“

Laura lächelte in sich hinein, was Robin in der Dunkelheit bestimmt nicht sehen konnte. „Green Valleys Wolf.“

Der junge Mann blieb ruhig, trotzdem stellte sie sich vor, wie er die Stirn nachdenklich runzelte und einen Moment überlegte. „Einen Wolf? Einen richtigen, echten Wolf?“

Jepp.“

Hier auf Green Valley?“

Mhm“, antwortete sie wieder.

Du nimmst mich auf den Arm, oder?“

Ganz und gar nicht. Du hast ihn doch selbst gehört.“

Ja, ich hab was gehört, aber …“ Er verstummte. „Hattest du keine Angst? Du bist so ruhig, nicht, dass du Tollwut hast.“

Sie erkannte den aufkeimenden Humor in Robins Stimme und lachte. „Ja klar. Tollwut. Nein, hab ich nicht. Crash ist in Ordnung. Er hat sein Gebiet hier und kommt uns ab und zu mal besuchen.“

Wow!“, entfuhr es ihm ehrfürchtig. „Ich hab ihn aber noch nie gehört oder gesehen.“

Ja“, Laura seufzte, „das liegt daran, dass er schon eine Weile nicht mehr da war. Schön, dass er noch da ist. Ich hab schon manchmal überlegt, ob er hier die Zelte nicht abgebrochen hat, weil er irgendwo ein Rudel gefunden hat oder er verscheucht wurde.“

Dann kommt der regelmäßig mal vorbei?“

Hin und wieder schon, ja. Eigentlich aber nur so, wie er Lust hat, da gibt es keine richtige Regelmäßigkeit.“

Und der tut nichts, wenn man dem mal während der Arbeit begegnet?“

Nein, er hat bisher noch keinem von uns was getan. Wenn er kommt, dann scheint er nur eben gern auf dem Hof herumzulaufen. Zudem kam er bisher eigentlich immer abends oder nachts.“

Dann ist ja gut.“

Ja“, sprach Laura leise und eher zu sich selbst. „Jetzt ist wieder alles gut.“

Seit der Begegnung mit Crash fühlte sich Laura wieder gelöster, nicht bloß so gelöst wie heute Morgen, als der Tag noch frisch und unverdorben war, sondern so gelöst, als auch noch ihre Gefühlswelt in Ordnung war.

Plötzlich taten sich ihr ganz neue Dimensionen auf. Sie glaubte, dass es Zeit war mit dem Geschehenen zu brechen. Loszulassen, was sie, wenn auch in letzter Zeit nur noch im Unterbewusstsein, gehemmt hat.

Und jetzt, in diesem Moment, an diesem Abend, neben Robin, nach dem Treffen mit Crash, glaubte sie erstmals daran, dass sie das nicht nur schaffte, sondern plötzlich auch wirklich wollte.

*

Wie geht’s weiter?

Der Band AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN, wie auch die beiden Folgebände sind noch in Arbeit. Natürlich werde ich euch über deren Erscheinung auf meinen Kanälen (hier – nämlich meinem Blog -, Facebook und mein Newsletter) berichten.

Wann der nächste Blogartikel erscheint, kann ich noch nicht genau sagen – wenn ihr aber darüber benachrichtigt werden wollt, könnt ihr gerne meinen Blog in der rechten Spalte abonnieren.

Eine neue Idee kam mir: um die Person hinter den Büchern – mich – etwas näher kennenzulernen, würde ich gern eine neue Blogserie starten: ABOUT ME oder so was ähnliches 😉 Wenn es zur Umsetzung kommt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr dabei seid! Euer Feedback zu dieser Idee ist sehr erwünscht …

AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN (14): XXL-Auszug 1

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Quelle: pixabay.com

Nach Band 13 erfahrt ihr heute, wie es in Band 14 AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN weitergeht …

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen & möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

*

1

Er schaute aus dem Fenster. Er war gespannt was auf ihn zukommen würde.

*

Laura pfefferte ihre Schultasche mit Elan in ihre Zimmerecke.

Yeah! Eine Woche Ferien.

Es war der vorletzte Tag im Oktober, Freitag um genau zu sein. Von nun an hatte Laura eine Woche Zeit, um Abstand von der Schule und dem ganzen derzeitigen Stress zu gewinnen. Zeit, die sie gut nutzen würde. Es war Freizeit mit ihren Freunden geplant, Tageseinsätze mit dem Chieminger Landtierarzt Friedhelm Sreichinger, um ihre praktischen Erfahrungen als Tierärztin zu ergänzen und das aktive Mithelfen auf der Ranch, da kommende Woche auf Green Valley wieder einiges los sein sollte. Es stand mal wieder Reiterfreizeit an, viele Kinder, eine Menge Arbeit und kaum Ruhe – für ihre Eltern anscheinend kein Problem. Sollte und ist es für das Mädchen eigentlich auch nicht, vor allem, weil sie davon kaum persönlich betroffen war, aber das war ihre einzige Ferienwoche und der Gedanke auf Green Valley kaum eine stille Minute zu haben belastete sie vielleicht ein klein wenig, aber auch das würde sie in den Griff bekommen und überstehen.

Morgen früh kamen die ersten Kinder an. Heute hatte Laura die Ranch also noch für sich – wenn man das bei Anwesenheit ihrer Eltern und Robin, dem Hofarbeiter, so nennen konnte. Aber das war ihre Familie und somit nicht der Rede wert.

Seufzend ließ sie sich im Sessel ihres Zimmers nieder und bemühte sich gleichmäßig und tief zu atmen. Es half. Sie bekam einen kühlen Kopf und der Stress fiel augenblicklich von ihren Schultern.

Dann fiel ihr Blick auf ihre Schultasche in der Ecke und ein Teil davon kehrte zurück. Viele Arbeiten, enorm viel Lernen also – auch in den Ferien – und ihre Abiprüfung in etwa einem halben Jahr. Allein bei dem Gedanken drehte sich ihr der Magen komplett um. Prüfungsangst.

Laura hatte panische Angst es zu vermasseln und im Anschluss planlos dazustehen. Denn ihr derzeitiges Ziel beruhte allein auf dem Gedanken der bestandenen Prüfung und ihres anschließenden Studiums der Tiermedizin.

Sie rappelte sich schwerfällig aus dem Sessel auf und ging auf ihre Schultasche zu, kniete sich nieder und zog den Reißverschluss auf. Es half ja doch alles nichts.

Laura holte nacheinander die Bücher und Hefte raus, die sie zum Lernen benötigte. Eigentlich wollte sie noch heute mit dem Lernen beginnen, denn je früher sie loslegte, desto mehr tatsächlich freie Tage konnte sie noch in der Ferienwoche haben. Kam ja ohnehin hinzu, dass sie alle zwei Tage ab Montag mit Streichinger unterwegs war. Den ganzen Tag. Darauf hatte sie lange gewartet. Der etwas ältere, beliebte und erfahrene Tierarzt hatte Rücksicht auf Lauras Umstände genommen: die Sommerferien damals und nun auch das letzte Schuljahr – die dreizehnte Klasse –, sowie die anstehende Ferienwoche, immerhin verlangte er nur, dass sie alle zwei Tage mitfuhr, um ihr noch genügend Zeit zur Erholung bieten zu können. Viellicht war das auch der Vorteil, den sie besaß, weil sie den Tierarzt besser kannte beziehungsweise Streichinger Laura und ihre Familie. Er wusste von all der Arbeit und wollte Laura nicht zu sehr fordern. Das Mädchen war damit einverstanden und hatte nichts daran auszusetzen.

Geschafft vom Tag legte Laura die Hefte und Bücher aber doch nur auf ihren Schreibtisch. Sie wollte diesen Freitagnachmittag noch ausklingen lassen – und zwar nicht mit Lernen.

Sie trat ans Fenster.

Robin Heister fuhr gerade auf seiner schwarzen Yamaha YZF-R3 auf den Hof. Er hatte heute seinen freien Tag, war mit Freunden unterwegs, natürlich auf seinem sportlichen Motorrad, und kostete noch die letzten Herbsttage vor dem Winter aus, um Touren zu machen, weil er das bei klirrender Kälte, Schnee und Eis nicht mehr tat und seine Maschine daher in den Wintermonaten abmeldete und sich ein Auto zulegte, dem er sich in der Zeit widmete.

Robin war so alt wie Laura, achtzehn Jahre, hatte aber eine Vorliebe für Motorräder. Den Job auf Green Valley hatte er nur, weil sich sein Ausbildungschef als Glied einer kriminiellen Bande entpuppte und sich seine Lehre somit auflöste. Seither jobbte er auf der Ranch ihrer Eltern, wohnte in einem der beiden Nebengebäude, jenes, das vorher Benny gehörte, und kam seiner Arbeit nach, auch wenn er sich nicht, nein – eigentlich überhaupt nicht, für Pferde begeistern konnte und sich nach wie vor strikt weigerte auch nur einen Fuß in den Steigbügel zu setzen und Reiten zu lernen.

Aus Jux und Dollerei hatten sie beide ein imaginäres Punktekonto begonnen: es war derzeit ausgeglichen. Aber auch wenn Laura deutlichen Vorsprung und damit gewonnen hätte, würde Robin nicht Reiten lernen, daher auch bloß ein Punktstand aus Jux und Dollerei – einfach, weil sie beide sich damit so gern aufzogen.

Ihr Blick glitt weiter, auf die Weide, auf der die Pferde standen. Eins trank, es war Sun, zwei standen nur herum, ihre Fuchsstute Button und der gelassene Amigo, und die restlichen, bis auf zwei, grasten in einvernehmlicher Ruhe. Bei den beiden ausstehenden handelte es sich um niemand anderen als Rocky Star, Buttons Fohlen und somit jenes von Laura, und Brownis Goal, die Quarter Horse Stute ihres Vaters, Bob Bunkma.

Ihr Mutter, Becky, kam aus dem Stall, war mit Sicherheit in der Sattelkammer und im Schlepptau hatte sie den Junghund Bandito, Lauras Border Collie, der immer mit dabei war, egal wer sich bewegte oder wohin – er war definitiv dabei.

Robin ließ sein Motorrad ausrollen, stellte es ab und schaute sich kurz auf dem Hof um, dann kam er aufs Haupthaus zu.

Lauras Mutter hatte noch nicht gekocht, vielleicht kam er ins Haus, um genau das feststellen zu müssen.

Laura!”

Das Mädchen wurde aus der Ruhe geholt, die sie eingenommen hatte, als sich Robin mal wieder laut Zutritt ins Haus verschaffte und nach ihr rief.

Sie seufzte, wandte sich vom Fenster ab und hörte schon die Treppen im Flur. Sie kam gerade an ihrer Zimmertür an, als diese schwungvoll von Robin aufgerissen wurde.

Da bist du ja.”

Jepp, bin vor etwa zehn Minuten nach Hause gekommen.”

Du hast doch jetzt Ferien, nicht?”

Laura nickte.

Hast du Zeit und Lust was zu machen?”

Laura runzelte überrascht die Stirn, lehnte sich ansatzweise gegen den Rahmen ihrer Tür. Das hatte Robin sie noch nicht so direkt gefragt. Sie arbeiteten hin und wieder auf dem Hof zusammen, hatten auch schon dies und jenes gemeinsam erledigen müssen, aber sich direkt zusammen mit Freizeit beschäftigt hatten sie noch nicht.

Woran hattest du denn gedacht?”

Robin zuckte mit den Schultern. “Nach Chieming oder Traunstein und mal schauen, was man so machen kann. Worauf hättest du denn Lust?”

Laura dachte nach, dann schmunzelte sie. “Auf einen Ausritt. Das können wir doch zusammen machen.”

Er hob eine Augenbraue. “Willst du mich auf den Arm nehmen?”

Ganz und gar nicht. Was ist jetzt?”

Robin schüttelte den Kopf. “Weißt doch, dass ich nicht reite.”

Kann man ja ändern.”

Fängt das wieder an?”

Nur, weil du gefragt hast.”

Ja, ob du Lust hast was mit mir zu machen, gerade jetzt wo du ja auch Ferien hast.”

Laura seufzte. “Also heute nicht. Ich bin irgendwie so müde, ich schätze ich werde heute früh ins Bett gehen. Wann anders vielleicht?”

Vielleicht?” Das Wort schien ihm irgendwie auszustoßen.

Sie wartete ab.

Dann zuckte er mit den Schultern. “In Ordnung.”

Er drehte sich um und Laura wollte gerade den Türgriff nehmen, um die Tür anzulehnen, als sich Robin nochmal umdrehte.

Du willst nichts mit mir machen, oder?”

Sie runzelte die Stirn. “Wie kommst du darauf?”

Robin zuckte nachdenklich die Schultern. “Wir haben bislang noch nichts zuammen gemacht, und da frage ich dich mal und du meinst vielleicht können wir die Tage mal was machen.”

Laura nickte nachvollziehend. Hatte sie es doch gewusst, das Wort kam komisch bei ihm an. “Ich meinte damit ja nicht, dass ich das gar nicht will …”

Aber ungern”, unterbrach er sie.

Sie war irritiert von der Schlussfolgerung. “Äh … nein, ich …”

Robin schaute ihr einige Sekunden dabei zu, wie sie nach Worten rang und suchte und sie anscheinend doch nicht fand. “Sind wir eigentlich Freunde?”, fragte er dann einfach.

Das versunsichrte Laura noch mehr. “Ja. Das dachte ich zumindest bevor du mich das gefragt hast.” Sie verstand nicht ganz was heute mit Robin los war. Er war weder schlagfertig noch so humorvoll und schräg wie sonst.

Das hab ich bislang eigentlich auch gedacht, aber Freunde unternehmen doch auch mal hin und wieder was zusammen, oder nicht? So wie du, Sahra und Bianka, ihr macht doch ständig was.”

Du kannst ja gern mal mitkommen, wenn es das ist.”

Er schüttelte den Kopf. “Das ist es ja gar nicht.”

Sondern?”

Er musterte sie abschätzend. Oder nachdenklich? Das konnte Laura nicht so ganz differenzieren. “Ich wollte einfach mal was mit dir gemacht haben.”

Können wir ja machen.”

Nur heute nicht”, endete Robin.

Laura nickte. “Aber aufgeschoben, ist ja nicht aufgehoben.”

Sicher?”

Sicher.”

Also gut.” Nur wenig ermuntert von dieser Aussage drehte er sich wieder um, wollte tatsächlich gehen.

Robin”, rief Laura ihm noch nach.

Hm?” Er wandte sich ihr zu.

Du kannst ja mal Sahra und Bianka fragen, ob sie Zeit haben.”

Er nickte nur, ging die Treppen runter.

Laura merkte ganz deutlich, dass ihm der Vorschlag nicht so gut gefiel. Sie konnte ja nachvollziehen, dass er von den drei Mädchen den besten Draht zu ihr hatte – ganz einfach, weil sie quasi nebeneinander wohnten und jeden Tag miteinander zu tun hatten -, aber auch mit Sahra verstand er sich gut, mit Bianka auch, aber mit ihr hatte er noch nicht allzu oft zu tun gehabt.

Trotz dem Gedanken, der sich gerade bei ihr einnistete, was Robins Beweggrund anging, ausgerechnet mit ihr etwas machen zu wollen, wollte sie ihn nicht zulassen. Es konnte ja auch ganz andere Gründe geben – außerdem wollte sie ihn nicht allzu nah an sich heran lassen. Das hatte sie einmal getan – und sie bereute es noch immer …

Kurzerhand schnappte sie sich ihr Handy, tippte auf den Chatkontakt von Sahra und hielt inne.

Das konnte sie nicht tun. Oder doch? Sollte sie von ihrem Gespräch mit Robin berichten, und wie er reagierte?

Laura legte es seufzend wieder weg. Das war dämlich. Warum sollte sie das Sahra sagen?

Trotzdem war sie bedrückt, wusste nicht genau was es war was sie nun in den letzten Minuten derart runtergezogen hatte, aber sie hatte das strenge Bedürfnis mit jemandem darüber reden zu müsen. Über alles. Alles was ihr gerade im Kopf herumschwirrte, worüber sie sich Gedanken machte, und Sorgen.

Dann nahm sie doch wieder das Handy auf, tippte kopflos einfach die Nachricht und drückte auf den Senden-Button ehe sie nochmal nachdenken und es doch lassen konnte.

Ich fühl mich gerade irgendwie komisch.

Sie legte das Handy neben sich, schaute darauf und machte sich nun doch Gedanken, aber die Nachricht konnte sie nicht mehr zurückholen.

Etwa zwei Minuten später, die sie in Gedanken nachhängend auf ihrem Bett saß, kam die Antwort:

Warum? Was machst du denn?

Laura begann seufzend zu tippen.

Weiß nicht genau. Robin war vorhin hier und wollte was machen, aber ich hatte keine Lust und das hat er mir glaube ich übel genommen. Er war so komisch. Vielleicht ist es das. Oder es sind die anstehenden Tage, das viele Lernen und die Aussicht auf eine vielseitige Woche.

Und was machst du?

Die Frage, was Laura tat, überging sie absichtlich, da Herumsitzen und Luftverbrauchen nicht wirklich eine Tätigkeit darstellte.

Sie legte das Mobiltelefon auf ihren Nachttisch und legte sich zurück, faltete die Hände auf dem Bauch und starrte zur Decke hoch.

Während sie noch in Gedanken war, piepste ihr Gerät. Sie reagierte nicht darauf, weil sie noch ihren Gedanken nachhing.

Sie dachte an Benny. So intensiv und schmerzlich wie jetzt hatte sie es schon ewig nicht mehr getan. Laura hatte es geschafft ihn nur noch oberflächlich im Kopf zu behalten, aber nun traf sie eine ganze Wucht an verschiedenen Emotionen, die sie nicht einordnen konnte, welche demgemäß ihren Kopf durcheinander brachten und sie selbst überforderten.

Benny war mittlerweile seit über sieben Monaten spurlos verschwunden. Damit kam sie anscheinend noch immer nicht ganz klar.

Sie hievte sich blitzartig auf, unterbrach ihren Gedankengang damit abrupt und schnappte sich ihr Handy, las Sahras Antwort, die vor mittlerweile zehn Minuten ankam:

Warum hat er dir das übel genommen? Und warum war er komisch?

Ja, kann schon sein, dass es daran liegt. Sonst alles okay?

Ich bereite mich auf den Kurs übernächstes Wochenende vor. Hab vorhin noch eine Bestätigungsmail von der Leiterin bekommen. Also scheint alles zu klappen 🙂

Und was machst du heute noch? Können ja einen Fersehabend einrichten, um dich auf andere Gedanken zu bringen.

Laura starrte auf den Text. Wie stand sie denn dann da, wenn sie Robin absagte und dann doch was mit Sahra machte?

Sie warf sich seufzend auf ihr Bett. Warum war plötzlich alles so kompliziert?

*

Wie geht’s weiter?

Der Band ist momentan ja im Korrektorat, der Nachfolger, Band 15 DER HIMMEL ÜBER GREEN VALLEY, ist schon fertig geschrieben und die Halbzeit von Band 16 ist auch schon überschritten – es läuft also recht gut 😉 Diese Woche war ich etwas nachlässig, da mein Arbeitsplatz einen neuen Anstrich bekommen hat. Damit lässt es sich ab nächste Woche bestimmt gleich viel schneller schreiben – mal schauen 🙂

Voraussichtlich erscheint am Samstag den 27. Mai der neue Blogartikel, der den zweiten Textauszug parat haben wird.

Toughe Frauen – wie Mia (MIA – TÖDLICHES SPIEL) – Teil 5

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Quelle: pixabay.com

Nach den letzten beiden Teilen dieser kleinen Blogreihe, die wir in der arabischen Wüste verbracht haben, kehren wir nach Deutschland zurück. Genauer gesagt nach Berlin. Denn dort wohnt mein junger Charakter Mia Brauner aus meinem Spannungsroman/Thriller TÖDLICHES SPIEL.

Zudem wird dessen Fortsetzung mein neues Projekt nach Abschluss der Green Valley Serie. Also vielleicht ganz interessant für meine Leser, die meinen Stil mittlerweile kennenlernen konnten. Auch wenn hier der bayrische Flair und die Pferde fehlen, dürft ihr euch auf Spannung, Gefühle, interessante Charaktere und einen Schäferhund gefasst machen.

Bei Beginn des Projekts dann mehr dazu …

Warum ist Mia tough?

Mia ist eine schon früh zu einer eigenständigen und somit manchmal auch eigenwilligen Persönlichkeit geworden. Sie will immer stark sein, sich nie eine Schwäche anmerken lassen und alles alleine schaffen. Warum ich finde, dass Mia trotz dieser Persönlichkeitsneigung tough ist und nicht einfach ein weiblicher Macho, beweist sie in der für sich erlangten Neuerkenntnis im Abschnitt im nächsten Punkt …

An welcher Stelle beweist sie das?

Die Rechte am folgenden Text aus TÖDLICHES SPIEL liegen bei mir!

*

Vielleicht hatte Mark tatsächlich recht. Die wirkliche Kraft des Menschen besteht nicht darin, dramatische Ereignisse zu ignorieren, sondern sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Doch gerade jetzt – mit ihren selbstbewussten achtzehn Jahren und stellenweise einem Mundwerk, dass man sie kein zweites Mal ansprach – musste Mia sich eingestehen, dass sie doch nicht so tough war, wie sie immer geglaubt hat. Dass sie doch nicht die innere Kraft besaß, die sie andere immer glauben machen wollte. Sondern, dass sie innerlich doch verletzt und voller Trauer war.

*

Welche Geschichte durchlebt Mia?

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Das neue Cover 🙂

„Was, wenn dich ein kranker Stalker zum Spielen auffordert?“

Eine Berliner Studentin sucht die Detektei Wolf auf: Sie wird auf eine krankhafte Weise gestalkt. Die jungen Detektive Mia Brauner, die hier mit ihrem ersten Fall konfrontiert wird, und Mark Eichberger, der sie einarbeiten soll, übernehmen den Fall – und wissen noch nicht, in welch perfides Spiel sie hineingezogen werden. Ein nächtlicher Einbruch bei sich lässt Mia glauben, dass auch sie eine Figur in der Hand des psychopathischen Stalkers ist, doch was will er von ihr? Es scheint, als kenne Mia ihn besser, als sie ahnt …

-> Zur Leseprobe

TÖDLICHES SPIEL ist Teil 1 der spannenden, perfiden und psychopathischen Geschichte um die 18-jährige Mia Brauner, Mark Eichberger, Alex Ruppig und Polizeihündin Gisha, deren Ende und Teil 2 TÖDLICHE ERKENNTNIS für 2017 geplant ist.

 

 

Nächster Blogartikel

Mit diesem Artikel ist meine kleine Blogreihe TOUGHE FRAUEN abgeschlossen. Alle Artikel hier nochmal zusammengefasst für euch.

Im nächsten Blogpost am 29. April erwartet euch wieder ein XXL-Auszug. Diesmal aus Band 14 AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN. Wer gespannt ist, wie es weitergeht, ist herzlich eingeladen dann wieder meinen Blog zu besuchen bzw. ihn jetzt in der rechten Spalte zu abonnieren und 1-2 Mal/Monat via Mail über neue Blogartikel benachrichtigt zu werden.

Derzeit … ist Wochenende – aber am Montag geht’s für mich gleich wieder in den Chiemgau zurück, denn ich habe tatsächlich nach Beendigung des Abtippens von Band 15 sofort mit dem Schreiben an Band 16 angefangen (wer mir auf Facebook folgt, weiß ja schon Bescheid 😉 ). Dort bin ich bereits mitten im 2. Kapitel.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende & friedliche Osterfeiertage!

LINDA ANN STONE

IM SCHATTEN DES HASSES (13): XXL Textauszug 2

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Green Valleys 13. Abenteuer IM SCHATTEN DES HASSES ist seit 26.03. als E-Book und Taschenbuch bei Amazon erhältlich.

Heute habe ich für euch den Abschluss des ersten Kapitels 🙂

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen & möchte euch daran erinnern, dass die Rechte am Text bei mir liegen!

***

„Musst du weg?“, fragte Bob.

Laura lächelte glücklich, konnte die Sache wegen der Klage tatsächlich ein wenig in den Hintergrund verdrängen. „Das war der Doc. Mein erster Fall zu dem ich mit darf. Ich muss weg.“

„Wohin?“

„Das erkläre ich euch später. Ist echt dringend. Bis nachher.“ Sie kramte ihre Sachen zusammen und schoss aus dem Haus.

Dort parkte nämlich ihr freundlich dreinblickender roter VW Lupo. Sie startete den Motor und fuhr vom Hof. Sie schlug den Weg zum Heuberger Hof ein, der von ihr etwa zwanzig Minuten entfernt lag.

Das Autofahren machte ihr noch so viel Spaß wie zu Anfang. Endlich erwachsen, endlich ein eigenes Auto. Sie durfte fahren wann sie wollte.

Besonders interessant fand sie, dass sie ausgerechnet einen Lupo fuhr, was aus dem italienischen übersetzt Wolf bedeutete – wobei sie sofort an Bennys Wolf Crash denken musste, den sie seit jener Nacht nicht mehr gesehen beziehungsweise gehört hatte.

Als Laura auf den Heuberger Hof fuhr, sah sie schon den Wagen von Streichinger. Ihr Herz klopfte wie verrückt, denn sie war so aufgeregt.

Sie beeilte sich in den Stall zu kommen, in dem sie alle vermutete, nicht zuletzt, weil auch Streichingers Auto davor parkte.

Hektisches Stimmengewirr donnerte ihr entgegen, das heftige Schnauben eines Pferdes und immer wieder die Anweisungen des Tierarztes.

Laura näherte sich langsam. Der Doc hatte am Telefon davon gesprochen, dass es Probleme bei der Geburt des Fohlens gab.

Die offenkundige Besitzerin des Pferdes stand mit der Hand auf den Mund gepresst vor der Box und sah dem Tierarzt bei dem Bestreben zu die Stute zu beruhigen und ihr bei der Geburt zu helfen.

Laura erfasste die Situation recht schnell, überblickte was Streichinger tat.

„Laura, du musst mir helfen sie zu beruhigen. Das Kleine steckt fest und bekommt keine Luft, aber wenn Oxidia nicht aufhört und mich nicht arbeiten lässt …“

Er musste nicht weitersprechen, Laura hatte auch so verstanden.

Blitzschnell kam sie in die Box, in der die Stute mit dem Namen Oxidia lag und nicht nur triefte vor Schweiß, sondern auch aufgeregt und voller Schmerzen schnaubte. Sie wollte den Tierarzt partout nicht an sich heranlassen, trat nach ihm, versuchte sogar zu schnappen und bewegte sich ständig.

Bestimmt sollte ihre Besitzerin die Box verlassen, damit sie nicht verletzt wurde.

Laura kam von hinten an Oxidia heran, erinnerte sich kurz daran, wie Buttons Geburt verlief, die überhaupt nicht wie diese ausfiel und sprach beruhigend leise auf das Pferd ein. Sie nahm den Kopf des Tieres und drückte ihn sanft nieder zu Boden, damit sie sich entspannte und der Tierarzt endlich dem Fohlen helfen konnte.

Ganz wollte sie ihren Kampf noch nicht aufgeben, ob aus dem inneren Instinkt heraus ihr ungeborenes Fohlen vor diesen Menschen zu schützen, oder weil sie so heftige Schmerzen litt, die ihr den Verstand vernebelten und sie Angst hatte, dass es noch schlimmer wurde, wenn sie jemand anfasste.

„Schmerzmittel habe ich ihr kurz vor deinem Eintreffen verabreicht, aber es wirkt noch nicht. Darauf müssten wir noch warten, aber bis dahin kann es schon zu spät sein. Ich muss jetzt was tun.“ Der Doc war ein alter Hase in seinem Beruf, ließ sich durch Druck und Stress nicht aus der Ruhe bringen und behielt einen klaren Kopf, um für alles gewappnet zu sein.

Lauras Beruhigungsstrategie zeigte erste Wirkungen, die der Tierarzt direkt nutzen wollte, weshalb er sich an die Arbeit machte, um das Fohlen rauszuholen, welches noch immer im Geburtskanal festhing.

Oxidia wieherte schmerzhaft und hob ruckartig den Kopf, schnellte vor und wollte wieder den Doc beißen, doch diesmal konnte Laura, die noch immer hinter ihr im Stroh saß, ihren Kopf festhalten und das Tun verhindern.

Streichinger konnte weiter vorgehen. Seine Stirn war nass vor Schweiß, sein Gesicht wies rote Flecken auf.

Laura hatte mittlerweile alle Mühe die Stute daran zu hindern Streichinger zu zerfleischen. Sie wollte ihn mit allen Mitteln davon abhalten, ihr oder dem Fohlen zu nahe zu treten.

„Halt sie bloß gut fest“, brachte der Tierarzt mit zusammengekniffenen Zähnen hervor.

Das Mädchen hielt Oxidia weiterhin fest und sah dem Tierarzt zu, wie er nach und nach einen Körper hervorholte.

Die Stute bäumte sich vor Schmerzen auf, schnaubte ständig und legte den Kopf zurück, als das Fohlen komplett geborgen worden war.

Mit einem Mal wurde es ruhig im Stall. Nur der gleichmäßig werdende Atem der Mutterstute war zu vernehmen.

Eine gewaltige Druckwelle fiel von Lauras Schultern. Oxidia hatte ihren Kampf aufgegeben. Das Fohlen war da.

Doch bei weiterem Beäugen des Vorgehens des Tierarztes wurde ihr schnell klar, dass es eine schlechte Nachricht gab.

„Was ist?“ Oxidias Besitzerin trat nah an die Box und schaute mit vor Schreck geweiteten Augen hinein.

Der Tierarzt sah auf, blickte zuerst Laura, dann die Frau an. Er kniete vor dem Fohlen, nun eine Hand auf das Knie gestützt und senkte zerknirscht den Kopf, schüttelte den Kopf. „Es ist tot.“

„Dann reanimieren Sie es!“, befahl die Besitzerin aufgeregt und konnte nicht still stehen bleiben.

„Das habe ich versucht, aber das Fohlen ist schon im Geburtskanal gestorben.“

„Und Sie können nichts mehr machen? Das gibt es doch nicht!“, fuhr die Frau auf.

Laura wusste, auch wenn es anders rüberkam, dass die Frau nicht böse war. Sie war einfach nur aufgekratzt, nervös, wollte nicht wahrhaben, dass das Fohlen, auf das sie sich nun beinahe ein ganzes Jahr vorbereitet und eingestellt hatte, einfach tot sein sollte.

Und Laura konnte es verstehen. Ihr wäre es nicht anders gegangen, wenn Rocky bei seiner Geburt etwas zugestoßen wäre.

Die Frau drehte sich um, schluchzte.

Laura sah ihr nach, wäre gern aufgestanden, um sie zu trösten, aber sie musste sich um Oxidia kümmern, denn Streichinger untersuchte die Stute, damit sie selbst keine Verletzungen erlitten hat, zudem musste er warten bis die vollständige Nachgeburt ausgesondert war.

Das Mädchen sah all dem zu. Das tote Fohlen, schwarz war es, lag nass und mit seiner Eihülle im Heu, bewegungslos.

Laura wandte den Blick ab, sie konnte diese Ungerechtigkeit nicht ertragen. Es hatte noch nicht einmal die Chance gehabt, seine Mutter zu sehen, oder überhaupt lebend das Licht der Welt zu erblicken. Es war einfach so schrecklich unfair.

Doch da waren noch offene Fragen, die sie nur von einem Tierarzt beantwortet bekommen würde. „Wie konnte das Fohlen einfach im Geburtskanal stecken bleiben?“

Doc Streichinger seufzte, begutachtete die vollständige Nachgeburt und strich Oxidia über das Fell. „Das Fohlen war im Vergleich zu Oxidias Becken einfach zu groß, dort ist es stecken geblieben.“

„Hatte es keine Chance?“ Sie wollte dem Tierarzt keine Vorwürfe machen, auch wenn sie im Nachhinein dachte, dass es sich genau danach anhörte.

Er schüttelte den Kopf, hatte sich sichtlich schon selbst mit der Frage beschäftigt was er hätte besser oder schneller machen müssen, um dem Kleinen doch noch lebend auf die Welt zu verhelfen. „Es gab wegen Oxidias Becken nur drei Möglichkeiten: Die erste …“ Er sah zu dem kleinen Fohlen, das mit dem Rücken zu ihnen gewandt lag.

Laura verstand ganz deutlich.

„Die zweite wäre gewesen, dass die Nabelschnur vorzeitig gerissen wäre und die dritte, dass …“ Sein Blick ging grübelnd ins Leere. Er fuhr sich durchs Gesicht, wusch sich über die schweißnasse Stirn. „… man hätte schnell genug etwas tun können, aber … das war nicht möglich. Oxidia hat mich nicht an sich herangelassen.“

Laura wusste es, war dabei gewesen und musste es mit ansehen.

„Gleichzeitig ist das Medikament, das ihr ihr injizierte, kein Wundermittel. Es wirkt nicht binnen Minuten. Und … genau diese Zeit ist uns verloren gegangen – dem Fohlen“, korrigierte er sich und erhob sich. Er sah zu der Frau, die noch immer mit dem Rücken zu ihnen gewandt stand und schluchzte. „Es tut mir schrecklich leid.“

Sie hob die Hand, wollte nichts mehr darüber hören.

Der Tierarzt sah zu der Stute. „Oxidia geht es gut“, meinte er dann noch. Er schaute unsicher zu der Besitzerin. „Ich werde mich um den Abtransport von …“ Er konnte es nicht noch einmal aussprechen. „Ich werde mich darum kümmern.“ Damit verließ er die Box, überblickte Laura und Oxidia. „Lass sie Abschied von ihrem … Fohlen nehmen. Das ist wichtig, um abschließen zu können. Sie muss es riechen … und spüren, dass ihrem … Baby nicht mehr zu helfen ist.“ Er senkte den Blick, ging aus dem Stall.

Laura strich dem Pferd über den Kopf, wollte der Aufforderung nachkommen und erreichen, dass Oxidia zu ihrem Fohlen ging. Doch die Stute hielt sich von ihm fern. Das Mädchen konnte nicht noch näher an das Fohlen herangehen, denn sie spürte und wusste, dass es tot war, konnte sich ihm einfach nicht nähern.

Sie stand auf, bewegte sich rückwärts auf die Boxentür zu und verschwand auf die Stallgasse, in der noch Oxidias Besitzerin stand, mit dem Rücken zu Stute und Fohlen gewandt.

Das Pferd hob den Kopf, jetzt wo Laura nicht mehr hinter ihr saß und ihr beruhigend über das Fell strich. Sie erblickte das schwarze Kleine im Stroh, schnaubte ihm entgegen, als würde es eine Antwort erwarten.

Laura seufzte. Der Anblick tat ihr in der Seele weh. Und genau in diesem Augenblick wurde ihr bewusst, dass der Beruf des Tierarztes nicht nur schön war, sondern auch seine Schattenseiten besaß. Natürlich wusste Laura dies, hatte es aber in ihrem Enthusiasmus Tierärztin zu werden verdrängt. Nun kam es ganz klar an die Oberfläche.

Sie überlegte mit welchen Schuldgefühlen sich der Doc vielleicht plagte. Gab er sich die Schuld, oder war er so erfahren und sich bewusst, dass er alles in seiner Macht stehende getan hatte, es aber nicht immer gut ausgehen konnte?

Oxidia schnaubte wieder in die Richtung des Fohlens, bekam keine Antwort, was sie dazu veranlasste sich schwerfällig auf ihre vier Beine zu erheben. Sie schüttelte sich kräftig, sodass Stroh und letzte Schweißperlen von ihr abfielen. Langsam lief sie auf das Kleine zu, senkte den Kopf und strich mit den Nüstern über das schwarze Fohlen.

Sie gab keine Anzeichen von sich, ob sie wusste, dass das Kleine nicht mehr lebte, sondern roch weiterhin eingehend an dem kleinen Körperchen.

Oxidias Besitzerin wandte sich um, sah, wie ihre Stute sanft ihr Fohlen liebkoste und schluchzte wieder. Tränen rannen über ihr vom Weinen rotes Gesicht und sickerten in ihr T-Shirt, das schmutzig war. Ihre Haare hatte sie sich zusammengebunden, die Hände vor dem Oberkörper verschränkt, als sei ihr kalt.

Laura sah ihr unbehaglich zu, wollte etwas sagen, was hierzu passte, bis ihr bewusst wurde, dass es so etwas nicht gab. Es passte einfach gar nichts in diese Situation.

Das Mädchen seufzte. „Immerhin ist Oxidia wohlauf. Es hätte auch sie treffen können.“

Die Frau reagierte nicht, was Laura verunsicherte. Sie wandte sich ab.

Oxidia schnaubte leise über den Körper des Fohlens und Laura glaubte, dass das ihre Art war sich von dem Kleinen zu verabschieden.

Streichingers Schritte waren auf dem Boden zu hören. Laura drehte sich ihm nicht zu, sah aus dem Augenwinkel heraus, dass auch die Frau ihn nicht anblickte.

Er sah zu, wie Oxidia vorging, verhielt sich ruhig und ließ der Stute die Zeit, die sie brauchte um loszulassen.

„Den Rest bekomme ich alleine hin, dafür brauche ich Sie nicht.“

Der Tierarzt nickte der Frau zu.

„Es kommt im Verlauf der nächsten Stunde jemand und …“

Er musste es nicht aussprechen, sie nickte schon.

„Muss ich noch was beachten, wegen Oxidia?“ Es hörte sich an, als wollte sie Streichinger das nicht fragen, musste es aber, um nicht unnötige Fehler zu begehen.

„Sie sollte vorerst viel Ruhe haben. Es war eine schwere Geburt, mit vielen Schmerzen verbunden, die mittlerweile vom Schmerzmittel verdrängt werden. Auch der Verlust von … ihrem Fohlen wird ihr psychisch ein wenig zusetzen, aber ansonsten … geht es ihr gut.“ Er schaute zu Oxidia. „Ich werde morgen nach ihr sehen.“

Die Frau nickte. „Bringen Sie dann auch gleich die Rechnung hierfür mit. Ich will es erledigt wissen.“

Streichinger sah sie an, konnte vielleicht nicht wechseln, warum sie in so einer schrecklichen Stunde ausgerechnet auf die Rechnung zu sprechen kam, doch er nickte. Der Doc packte seine Sachen zusammen, nickte Laura zu und verließ mit ihr den Stall.

„Furchtbar für so etwas auch noch Geld zu verlangen“, murmelte er ihr zu.

***

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Dieser Blogartikel erschien schon früher, als das letzte Mal von mir angekündigt, da es mit der Veröffentlichung des Bandes schneller klappte als geplant. Passend hierzu veranstalte ich auf Facebook momentan wieder ein Gewinnspiel: Gewinne hier ein signiertes Taschenbuch von IM SCHATTEN DES HASSES!

Der nächste Artikel erscheint am 15. April in der Kategorie “Buchhintergründe”.

ERSCHEINUNG des nächsten Bandes AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN, 14: Mai/Juni 2017

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Toughe Frauen – wie Shadia (RUF DER ZEIT) – Teil 4

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Quelle: pixabay.de

Nach Zahra stelle ich euch eine weitere Araberin vor: Shadia.

Warum ist Shadia tough?

Shadia beweist, dass Ruhe keine Schwäche ist, sondern Zeichen der Stärke – der inneren Stärke. Sie reagiert nicht impulsiv sondern immer bedacht.

Dass sie sich hinter einer anderen Identität versteckt, heißt nicht, dass sie feige oder schwach ist, sondern einfach nur, dass sie für ihre 17 Jahre eine Geschichte hinter sich hat, die sie vorsichtig hat werden lassen. Und trotzdem gibt sie nicht auf, sondern kämpft den größten Krieg: ihr Leben.

An welcher Stelle beweist sie das?

Es gibt einige Stellen im Buch, in denen Shadia ihre Stärke in ihren Gedankengängen und Handlungen zeigt. Da sie zu lang wären, um sie an dieser Stelle vorzustellen, hier die Kurzform: Shadia macht sich von niemandem abhängig, weder von Mustafa noch von anderen. Rayhan ist ihr Vater und sie vertraut ihm in allen Angelegenheiten.

Shadia ist nicht naiv und vertraut nicht leicht, um nicht getäuscht zu werden.

Sie ist ein für mich sehr komplexer Mensch und einer meiner interessantesten Charaktere. Ich für meinen Teil bewundere sie sehr für ihre innere Stärke, die wohl erst volle Wirkung erzielt, wenn man die komplette Story kennt und versteht, wie die Dinge liegen bzw. lagen. Mehr könnt ihr über sie in einem anderen Rechercheartikel erfahren („Recherche: Stille Wasser sind tief„)

Welche Geschichte durchlebt Shadia?

frontcover-neu-rdz„Eine Geschichte von Liebe, Leid, des Einsehens und Vergebens.“

Amir reitet mit seinem Ziehvater in einem männlichen Beduinenstamm in der Wüste Rub‘ al Khali umher. Was niemand weiß, der ruhige Begleiter ist eine 17-jährige Frau, die nach einem Vorfall ihr Geschlecht wahren muss. Doch Mustafa, ihr Karawanenführer, durchschaut Shadias Spiel recht schnell. Er kommt ihr unbewusst immer näher, bis sie schließlich die Wahrheit über ihn erfährt. Als dann plötzlich ein Mustafa gut bekannter Hengst namens Ashir zu ihnen stößt, und Shadia sich in der Wüste verirrt, macht sich Mustafa auf, um sie zu suchen. Doch weder der herrische Anführer, noch die sanfte Schönheit Shadia, können verhindern, was die arabische Wüste bereits für sie geplant hat – auch wenn über der jungen Frau ein schwarzer Schleier der Vergangenheit hängt, der sie zu vernichten droht. Kann sie lernen, über den Dingen zu stehen?

-> Zur Leseprobe

RUF DER ZEIT ist Teil 2 und Ende der arabischen Wüstengeschichte um die Al Mawadis.

 

Nächster Blogartikel

Nachdem ich hoffe, euch den Charakter meiner Shadia weitgehend erläutert zu haben, möchte ich mitteilen, dass mein nächster Artikel am Samstag, den 08. April erscheint und ein neuer XXL-Auszug aus Band 13 mit dem nun feststehenden Titel IM SCHATTEN DES HASSES sein wird. Der Roman befindet sich in der Endphase des Korrektorats. Allzu lang wird es also nicht mehr dauern 😉

Band 14 mit dem Titel AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN ist fertig geschrieben und wird momentan von mir überarbeitet. Es läuft also 😉